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Adcada GmbH – Geschäftsmodell und Unternehmensaufbau

Anleger seitens der Adcada GmbH haben vor wenigen Monaten eine unerfreuliche E-Mail erhalten. Darin wies die Adcada GmbH vor allem auf große Einbußen wegen der Corona-Krise mit der verbundenen Aussetzung der Zins- und Kapitalrückzahlungen hin. Darauffolgend hat das Unternehmen nun in diesem Monat einen Insolvenzantrag gestellt und damit Insolvenz angemeldet.

In einem vorherigen Beitrag haben wir bereits über diese Vorgänge berichtet. Nun gehen wir an dieser Stelle aufgrund der nicht einfachen Unternehmenskonstruktion näher darauf ein, was eigentlich das Geschäftsmodell der Adcada GmbH ist. Außerdem geht es darum, wie das Unternehmen agiert und welche Struktur Adcada im Detail besitzt.

Das Geschäftsmodell der Adcada GmbH

Die Adcada GmbH wurde vor acht Jahren (2012) gegründet und hat ihren Hauptsitz in Bentwisch, einem kleinen Ort in der Nähe von Rostock. So war das Hauptziel von ADCADA von Beginn an, den Einzelhandel zu revolutionieren. Dies sollte insbesondere mit einem vernetzten Marktplatz passieren. Dessen wesentliche Aufgabe sollte es sein, die Vorteile des Online-Handels und des stationären Handels miteinander zu vereinen.

Das Geschäftsmodell sieht bzw. sah im Wesentlichen so aus, dass innerhalb des Onlineshops FASHION.ZONE zunächst Premiumware eingekauft wird. Anschließend verkauften sie es an den Kunden. Darüber hinaus hatten interessierte Einzelhändler die Möglichkeit, ihre eigenen Produkte über die Plattform von Adcada zu veräußern.

Insbesondere in den vergangenen Jahren war das Unternehmen zusätzlich vermehrt im Bereich der Kapitalanlage aktiv. Damit sollten insbesondere Projekte bankenunabhängig finanziert werden, meistens in Form einer Anleihe. Dies war in jüngerer Vergangenheit im Bereich eines in Immobilien-Investments der Fall. Auch in Form einer sogenannten Maskenschutz-Anleihe kam dies vor.

Unternehmensstruktur: 4 Säulen bei der Adcada GmbH

Die Unternehmensstruktur der Adcada GmbH gliedert sich insbesondere in die folgenden vier Säulen:

Adcada…

  • Market (mit FASHION.ZONE)
  • Immobilien
  • Finance
  • Marketing

Marktplatz mit FASHION.ZONE: Adcada Market

Wie bereits kurz erwähnt, ist es das Geschäftsmodell des Adcada Markets, im ersten Schritt Premiumware von Herstellern einzukaufen. Über den unternehmenseigenen Onlineshop FASHION.ZONE werden diese Produkte anschließend zum Endkunden verkauft. Unter anderem werden sie auch kooperierenden Einzelhändlern angeboten. Daher sieht das Grundkonzept vor, dass eine Verbindung zwischen der Online- und der Offline-Welt stattfindet.

Verwaltung und Entwicklung von Projekten: Adcada Immobilien

Eine zweite Säule der Adcada GmbH ist der Bereich Immobilien. Hier besteht die Geschäftstätigkeit von Adcada darin, zum einen Bestandsimmobilien zu verwalten und zum anderen visionäre Immobilienprojekte zu entwickeln. In diesem Segment wurde Anlegern in der Vergangenheit die Möglichkeit gegeben, über eine entsprechende Anleihe in die Immobilienprojekte zu investieren.

Der Geschäftsbereich Finanzen: Adcada Finance

Ein dritter Geschäftsbereich bzw. die dritte Säule des Unternehmens ist die Adcada.Finance GmbH. Das Unternehmen bezeichnet diese als zentrale Drehscheibe für die finanzielle Sicherheit, die sich auf sämtliche Tochtergesellschaften, Beteiligungen, Lieferanten und Investoren bezieht. Dabei steht insbesondere ein gesunder Geldkreislauf im Vordergrund. Dadurch ist der Mittelzufluss stets gewährleistet, um die entsprechenden Projekte durchführen zu können.

Vertrieb und Marketing im Zusammenspiel: Adcada Marketing

Die vierte Säule des Unternehmens ist Adcada.Marketing. Das Ziel besteht darin, Vertrieb und Marketing zu koordinieren und daraus resultierend maßgeschneidertes Services anbieten zu können. Insbesondere moderne und teilweise (nach Auffassung des Unternehmens) visionäre Ideen stehen dabei im Vordergrund.

Tochtergesellschaften der Adcada GmbH für die jeweiligen Unternehmenssparten

Die einzelnen Bereiche, insbesondere die vier genannten Säulen des Unternehmens, sind jeweils durch eigene Tochtergesellschaften präsent. Diese Gesellschaften führen die entsprechenden Geschäfte in der Praxis aus.

Kurz vor der Insolvenz kam das Unternehmen vor allen Dingen in die negativen Schlagzeilen. Denn die Produktion von monatlich rund 12 Millionen Atemschutzmasken sollte durch Investitionen seitens der Anleger finanziert werden. Allerdings verbot die BaFin anschließend die Anleihe faktisch.

Was können betroffene Anleger jetzt tun?

Wegen des eröffneten vorläufigen Insolvenzverfahrens sehen zahlreiche Anleger eine berechtigte Gefahr. Denn sie haben Angst ihr Kapital oder zumindest einen größeren Teil des investierten Geldes zu verlieren. Aufgrund der nicht unbedingt einfachen Unternehmensstruktur ist es an dieser Stelle besonders wichtig, sich an einen erfahrenen Rechtsanwalt zu wenden.

Daher steht Ihnen die Kanzlei CDR-Legal für ein kostenloses Erstgespräch zur Verfügung. Dort wird Ihre persönliche Situation aufgenommen. Anschließend findet eine Beratung statt, wie Sie Ihre Ansprüche gegen die Adcada GmbH am besten durchsetzen.

Anwältin & Autorin Corinna Ruppel – Lassen Sie sich helfen

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Insolvenzrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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