Airbere Helmut Braun

Airbere Helmut Braun wird die Einstellung des Finanzkommissions- und Depotgeschäfts auferlegt

Immer wieder erlässt die BaFin Bescheide, mit denen Sie die Einstellung bestimmter Geschäfte anordnet. Damit soll der Finanz- und Kapitalmarkt kontrolliert werden. Nunmehr hat die BaFin mit Bescheid vom 16.01.2019 Herrn Airbere Helmut Braun aufgeben das Finanzkommissions– und Depotgeschäft einzustellen. Offensichtlich hatte Herr Braun den Erwerb von Aktien an einem US-amerikanischen Unternehmen vermittelt und diese Aktien auch für die Anleger verwahrt. Ohne Erlaubnis der BaFin dürfen solche Geschäfte allerdings nicht betrieben werden.

Was ist ein Finanzkommissionsgeschäft?

Herr Airbere Braun hat offensichtlich ohne Erlaubnis Finanzkommissionsgeschäfte nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG durchgeführt. Ein solches Geschäft ist gegeben, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

  • Der Kommissionär handelt mit Aktien, Vermögensanlagen, Anteile an Investmentvermögen, Devisen oder Derivate.
  • Das Geschäft wird im eigenen Namen durchgeführt. Im vorliegenden Fall heißt das, Herr Airbere Braun hat die Anlagen im eigenen Namen gekauft und nicht im Namen der Anleger. 
  • Das Geschäft erfolgt aber für fremde Rechnung. D.h. der Anleger trägt das wirtschaftliche Risiko des Geschäfts. 

Erlaubnispflichtiges Finanzkommissionsgeschäft

Derartige Geschäfte müssen von der BaFin nach § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG schriftlich genehmigt werden, wenn

  • ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb erforderlich ist

oder

  • das Geschäft gewerbsmäßig betrieben wird. Das ist dann der Fall, wenn das Geschäft auf Dauer angelegt ist, mit der Absicht der Gewinnerzielung. 

Offensichtlich lag eine solche Genehmigung bei Airbere Braun nicht vor.

Rückabwicklung eines Finanzkommissionsgeschäfts

Nunmehr wurde mit dem Bescheid Herrn Airbere Braun auferlegt, unverzüglich die getätigten Geschäfte rückabzuwickeln. Anleger können damit von ihm die Rückabwicklung verlangen. D.h. sie bekommen ihre ursprüngliche Investitionssumme zurück. Im Gegenzug müssen sie Herrn Braun das Eigentum an den Aktien übertragen. Bescheide dieser Art sind sofort vollziehbar, aber noch nicht bestandskräftig. Der Adressat des Bescheids kann sich daher dagegen noch zur Wehr setzen. Das ändert aber nichts an dem Recht des Anlegers auf sofortige Rückabwicklung. 

Sind auch Sie als Anleger von solchen Bescheiden der BaFin betroffen, so sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie gerne bei der Rückabwicklung des Geschäfts. 

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