Container Fonds P&R: Die erste Gläubigerversammlung

Container Fonds P&R: Die erste Gläubigerversammlung

Die erste Gläubigerversammeung der P&R hat stattgefunden. Viel hat sich getan, seit P&R Insolvenz angemeldet hat. Seit Mitte September sitzt der Mitgründer der P&R-Gruppe, Heinz Roth, in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Kapitalanlagebetrug vor. Nun suchen die Behörden, der Insolvenzverwalter und die Gläubiger nach seinem Vermögen. Am 17. Oktober 2018 fand die erste Gläubigerversammlung statt, insgesamt soll es vier geben. Etwa 2.500 Anleger des Container Fonds fanden sich in der Münchener Olympiahalle ein, weitere 7.700 schickten ihre Anwälte. Insgesamt legten die Gläubiger eine Summe von mehr als einer Milliarde Euro in dem P&R Fonds an. Herr Dr. Michael Jaffé ist der zuständige Insolvenzverwalter.

Hintergrund der Insolvenz von P&R

Laut Dr. Michael Jaffé bestand schon im Jahr 2007 eine Differenz zwischen den Containern, die an die Anleger verkauft wurden und denen, die noch in der P&R-Gesellschaft vorhanden waren. Zudem bestätigte er in der Gläubigerversammlung den bereits bestehenden Verdacht eines Schneeballsystems der Investition. Es fehlten mehr als eine Million Container, sodass die P&R-Gesellschaft die Ansprüche der Anleger nicht mehr erfüllen konnte. Die laufenden Erlöse deckten diese Situation nicht mehr ab. Im Jahr 2010 drohte die erste Zahlungsunfähigkeit. Trotzdem stellten die Verantwortlichen keinen Insolvenzantrag, sondern finanzierten die Forderungen der Gläubiger durch neue Anlagegelder. Anfang diesen Jahres waren die Gelder der Gesellschaft jedoch vollständig aufgebraucht, sodass sie Insolvenzanträge stellten.

Ergebnisse der ersten Gläubigerversammlung

Die Ergebnisse der ersten P&R Gläubigerversammlung waren kontrovers. Die schlechte Nachricht: Ein großer Teil des Geldes der Anleger sei bereits verloren. Ein Lichtblick seien die Nettozuflüsse der Schweizer Schwestergesellschaft des Container Fonds P&R. Bis zum Jahr 2021 sollen hier ca. 500 Millionen Euro zurückfließen, die den Gläubigern zugutekommen könnten. Allerdings birgt dieser Lösungsansatz ein Risiko – von den 1,65 Millionen verkauften Containern existieren nur noch etwa eine Million auf dem Papier. Sollte die schweizerische P&R Gesellschaft ebenfalls die Insolvenz anmelden, verlieren die Anleger ihr gesamtes Vermögen. Der Insolvenzverwalter will für zeitnahe Abschlagszahlungen sorgen. Zusammenfassend können die Anleger auf etwa 30% ihrer Investition hoffen, allerdings benötigen sie dafür viel Zeit und Geduld. Eine erste Zahlung soll im Jahr 2020 stattfinden.

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Schadensersatz der P&R Gesellschaft

Der Insolvenzverwalter ließ in der Gläubigerversammlung offen, ob die Anleger Ansprüche auf einen Schadensersatz erheben können. Sollten bereits erhaltene Leistungen der Gesellschaft zurückgefordert werden, lassen Sie dies rechtlich überprüfen. Da die Möglichkeit besteht, hohe Verluste oder sogar einen Totalverlust der Investition zu erleiden, sollten Sie sich anwaltlichen Beistand suchen. Es gilt zu prüfen, ob Ihr Anlageberater Sie ordnungsgemäß über die Risiken der Investition aufgeklärt hat. Sollte es sich in Ihrem Fall um eine Falschberatung handeln, gibt es die Chance auf einen Schadensersatz. Sind Sie von der Insolvenz der P&R Gesellschaft betroffen, melden Sie sich bei uns. In einem ersten Gespräch bewerten wir Ihre Chancen und unterstützen Sie weitergehend bei der Durchsetzung Ihrer Rechte!

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Corinna Ruppel – Anwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim

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