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ThomasLloyd Gruppe 

Wie steht es um die Fonds der ThomasLloyd Gruppe?

Die ThomasLloyd Global Asset Management GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main widmet sich dem Angebot in nachhaltige Investitionen. Zusammen mit weiteren Gesellschaften derselben Gruppe versprechen sie den interessierten Anlegern hohe Rendite, eine globale Vernetzung sowie eine Investition in die grüne Energie.

Trotz der durch bekannte Testimonials erworbenen Glaubwürdigkeit und Seriosität steht der Fond nun im Licht der negativen Kritik. Die hochriskanten Anlegeformen scheinen sich nicht auszuzahlen, Anleger fürchten nun einen Totalverlust. Veraltete Verkaufsprospekte und nicht veröffentlichte neuere Nachträge lassen Anleger zudem an der Seriosität der Informationspolitik von ThomasLloyd zweifeln. Wie es um den Fond steht und was Sie als betroffener Anleger tun können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Fonds der ThomasLloyd Gruppe

ThomasLloyd bot im vergangenen Jahrzehnt verschiedene Anlagemöglichkeiten, die direkt oder indirekt in die ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Holding GmbH floss. Dabei konnten insgesamt etwa eine halbe Milliarde Euro gesammelt werden. Die Summe der Direktbeteiligungen beträgt in etwa weitere 70 Millionen Euro.

In die Infrastrukturfonds der ThomasLloyd Group konnten verschiedene Anleger bereits ab 5.000 Euro in die

  • ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Fund SICAV (CTI 6 A/D), oder die
  • Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG (CTI Vario D), (CTI 9 D), (CTI 5 D).

investieren. Mit einer Mindestbeteiligungssumme von 200.000 Euro konnten sie sich zudem direkt an der

  • ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Holding GmbH

beteiligen. Obwohl sich die Laufzeiten, die Beiträge und die Ausschüttungsmodelle verändern, hatten alle Beteiligungen eine Gemeinsamkeit: Das Risiko eines Totalverlustes der Einlagen.

Bei den drei größten Fonds der ThomasLloyd Gruppe

  • Zweite Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG („CTI Vario D“)
  • Dritte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG („CTI 5 D“)
  • Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co. KG („CTI 9 D“)

konnten sich die Anleger als Kommanditist am Unternehmen beteiligen. Mittels einer typisch stillen Beteiligung investieren alle Fonds an der ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Holding GmbH direkt oder mittelbar in Infrastrukturprojekte. Mit einer Mindestbeteiligung von 5.000 Euro bis 12.000 Euro sowie der geplanten Mindestbeteiligungsdauer von 5 bis 10 Jahren stehen Anleger einen Erfolg von 7,22% bis zu 18% p.a. Ausschüttung zu.

Beunruhigende Entwicklung für Anleger

Bereits im Oktober 2019 wurde die ThomasLloyd Gesellschaft wegen der hohen Risiken und der kaum nachvollziehbaren Darstellung der Ergebnisse gegenüber Anlegern auf die Warnliste Geldanlagen gesetzt. Ausfallende Ausschüttungen im Jahr 2020 bestätigten diese Warnung, viele Anlieger blieben leer aus. Weitere besorgniserregende Punkte waren die Verschmelzung der Unternehmen sowie die Anfrage an die Bundesregierung:

Verschmelzung- Umwandlung in Aktien

Im Februar 2019 wurde den Anlegern mitgeteilt, dass es eine Verschmelzung mehrerer Gesellschaften mit einem britischen Unternehmen, die CT Infrastructure Holding Ltd., gab. Diejenigen, die bislang als Genussschein-Inhaber beteiligt waren, erhielten nun Post von ihrer Anlagegesellschaft. In dem Schreiben wurde den Anlegern mitgeteilt, dass sie nun durch Restrukturierung der Gesellschafter zu Aktionären werden.

So sollten Anleger, die bereits gekündigt hatten, bis zum 28.02.2019 an ihrer Kündigung festhalten oder diese jedoch zurückziehen. Wer allerdings bei seiner Kündigung bleibt, sollte aufgrund des Auseinandersetzungsguthabens vom 31.12.2017 keinen einzigen Euro ausbezahlt bekommen. Auch bei einer Rücknahme der Kündigung bekam der Anleger keine Rückzahlung seiner Anlage und wurde Widerwillen Aktionär.

Kleine Anfrage an die Bundesregierung

Frank Schäffler und die FDP-Fraktion stellten eine Reihe von Fragen an die Bundesregierung zu „Investments in den grauen Kapitalmarkt“, die speziell ThomasLloyd betrafen. Darauf bezogen betitelte die Bundesregierung ThomasLloyd als eine Gesellschaft mit einer nicht vorhandenen „klar umrissenen Gruppenstruktur“, die „etliche Umfirmierungen innerhalb der Gesellschaften der Gruppe“ vorgenommen haben soll. Auch wurde berichtet, dass „die ThomasLloyd Cleantech Infrastructure Holding GmbH über eine in Singapur ansässige Gesellschaft Direktinvestitionen in nicht näher bestimmte Vermögensgegenstände tätige. Der Wert dieser Investitionen wird auf 24,42 Mio. Euro beziffert.“

Risiken für Anleger der ThomasLloyd Gruppe

Wie bereits erwähnt sind mit der Investition in die ThomasLloyd Gruppe viele Risiken verbunden. Darunter vor allem der Totalverlust der Einlage der Anleger. Doch auch die lange Bindung der Verträge und die nur stark eingeschränkte Handelbarkeit führte zu vielen Komplikationen aus Sicht der Anleger. Auch die Weichkostenquote war deutlich über dem Durchschnitt.

Über all diese Risiken wurden viele Anleger wahrscheinlich nicht aufgeklärt, trotz einer bestehenden Aufklärungspflicht für Finanzberater. Auch aus den Prospekten konnten viele Risiken nicht eindeutig entnommen werden.

Was können Sie als Anleger tun?

Grundsätzlich müssen Anleger im Rahmen der anlagegerechten Beratung ausführlich und verständlich über bestehende Risiken einer Anlage aufgeklärt werden. Denn Anlagerberater haben wesentliche Informations- und Aufklärungspflichten, denen sie in einer anlegergerechten Beratung nachgehen müssen. Dementsprechend können betroffene Anleger die Rückabwicklung ihrer Anlage und Auszahlung ihres Anlagebetrages geltend machen, wenn eine solche Aufklärung ausblieb. Das Stichwort hierfür ist die Falschberatung.

Zudem haben Anleger ebenfalls ein Recht auf eine außerordentliche Kündigung. Was ebenfalls geprüft werden sollte, ist die Möglichkeit eines Widerrufs. Da es schon vielzählige Urteile gegen die ThomasLloyd Fonds gibt, könnten Ihre Chancen gut stehen.

Sollten Sie einen Vermögensverlust befürchten, wenden Sie sich zeitnah an einen erfahrenen Rechtsanwalt des Bank- und Kapitalmarktrechts. Die Kanzlei CDR Legal unterstützt Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte. In einem ersten kostenlosen Beratungsgespräch bewerten wir gemeinsam mit Ihnen Ihre Ausgangslage und besprechen das weitere Vorgehen.

Anwältin & Autorin Corinna Ruppel – Lassen Sie sich helfen

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Insolvenzrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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