Goldbarters GmbH ist insolvent

Mit Goldbarters GmbH ist ein weiteres Gold Investment pleite

Unter dem Aktenzeichen 2 IN 13/20 – Goldbarters – hat das Amtsgericht Augsburg am 22.05.2020 das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Gesellschaft wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung eröffnet. Rechtsanwalt Georg Stemshorn von der Kanzlei Pluta Rechtsanwalts GmbH wird als Insolvenzverwalter tätig. Gläubiger können ihre Forderungen bis zum 22.07.2020 bei dem Insolvenzverwalter anmelden.

Hintergrund zur Goldbarters GmbH

Interessant bei der Goldbarters GmbH sind diverse Parallelen zur Pleite der DWL Gold. Der Geschäftsführer der Goldbartes GmbH, Herr Asik Erdogan, ist Gesellschafter der DWL. Die ehemalige Geschäftsführerin, Frau Heike Schneider, war bis Sommer 2018 Geschäftsführerin der DWL. Und besonders erstaunlich ist das nahezu identische Geschäftsmodell der beiden Gesellschaften.

Geschäftsmodell der Goldbarters GmbH

Das ursprüngliche Geschäftsmodell sah wie folgt aus:

Die Gesellschaft verkaufte Anlegern Gold mit einem Aufschlag von 39 %. Dieser Ankauf war mit einem Rückkaufsversprechen verbunden. Die Anleger sollten nach 13 Monaten bei Rückgabe des Goldes den ursprünglichen Kaufpreis plus einen Aufschlag von 11 % erhalten. Womit diese doch beachtliche Rendite erwirtschaftet werden sollte, blieb unklar. Ein gleichbleibender Goldpreis unterstellt, müsste mit dem freien Vermögen eine stolze Rendite von 30 % erwirtschaftet werden.

Verstoß gegen §§ 1 Abs. 1 Nr. 1, 32 KWG

Schnell drängte sich der Verdacht auf, dass dieses Geschäftsmodell nicht den Vorschriften des Kreditwesengesetzes entspricht. Demnach bedarf einer Banklizenz, wer in einem in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb fremde Gelder annimmt und eine unbedingte Rückzahlung verspricht.

Eine solche Banklizenz konnte die Goldbarters GmbH nicht aufweisen. Ob auf Druck der Bafin oder aus eigenem Antrieb ist unklar. Sicher ist allerdings, dass das Geschäftsmodell geändert wurde. Die bis dahin eingegangenen Geschäfte wurden offensichtlich rückabgewickelt.

Modifiziertes Geschäftsmodell

Im Anschluss änderte die Gesellschaft das Geschäftsmodell. Weiterhin verkaufte sie an die Anleger Gold mit einem Aufschlag von 39 %. Ein Rückkauf wurde ihnen jedoch nicht fest zugesagt, sondern nur in Aussicht gestellt. Woran dies liegt, ist noch nicht erkenntlich. Aber offensichtlich gingen viele Anleger weiterhin von einem festen Rückkaufsversprechen aus.

Was können Sie als Anleger tun?

Wenn Sie noch offene Forderungen haben, sollten Sie diese auf alle Fälle beim Insolvenzverwalter anmelden. Hierfür ist eine Frist bis zum 22.07.2020 gesetzt.

Ihren Schaden können Sie aber nicht nur bei der Gesellschaft anmelden. Sollte Ihnen die Anlage vermittelt worden sein und wurden Sie von Ihrem Vermittler nicht ausreichend über die Risiken der Anlage aufgeklärt, könnten Sie unter Umständen einen Schadenersatzanspruch wegen Falschberatung gegen Ihren Vermittler geltend machen.

Im Zweifel sollten Sie sich an eine Kanzlei für Bank- und Kapitalmarktrecht wenden. Die Kanzlei CDR Legal vertritt bereits geschädigte Anleger anderer Goldanlagen. Gerne können Sie sich an die Kanzlei wenden. In einem kostenlosen Erstgespräch besprechen wir Ihre Lage und Ihre Möglichkeiten den Schaden abzuwenden sowie das weitere Vorgehen. CDR Legal unterstützt Sie bei der Geltendmachung Ihrer Rechte!

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Insolvenzrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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