Grüne Werte Insolvenz – Wie steht es um Ihr Geld?

Insolvenzanträge der Grüne Werte Gesellschaften

Video Einleitung zum Thema „Insolvenz von Grüne Werte Gesellschaften“ von Rechtsanwältin Corinna Ruppel

Um insgesamt 50 Millionen Euro Anlegerkapital soll es bei den jetzt anstehenden Insolvenzverfahren gehen. Schon in der Vergangenheit traten immer wieder Schwierigkeiten bei den Kapitalanlagen der Grüne Werte Unternehmensgruppe auf. So wurden Auszahlungen nicht geleistet, die Anleger immer wieder vertröstet. Nun ist es jedoch offiziell: Das Amtsgericht Charlottenburg eröffnete für die Firmen Grüne Werte Energie GmbH und Grüne Werte Wertzins 2 GmbH die Insolvenz.

Hintergrund der Grüne Werte Gruppe

Als Muttergesellschaft von 25 Gesellschaften widmete sich die Grüne Werte Energie GmbH den Kapitalanlagen im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Erzeugung, der Transport und die Speicherung von erneuerbaren Energien sollte ein Vermögen einbringen.

Die Anleger konnten sich in Form von Nachrangdarlehen beteiligen. Geworben wurde mit nachhaltigen Investments als Beitrag zum Umweltschutz. Darüber hinaus versprach das Unternehmen attraktive Zinsen von bis zu 7%. Sowohl die Beteiligungsform als auch die hohe Rendite hätten interessierte Anlieger bereits von Anfang an stutzig machen müssen.

Bei einem Nachrangdarlehen handelt es sich um eine Kapitalanlage mit einem äußerst hohem Risiko. Denn im Falle einer Insolvenz, so wie sie jetzt eingetreten ist, erhalten diese Anleger erst Geld, wenn alle anderen Gläubiger der Gesellschaft voll befriedigt sind. Nachrangdarlehen werden daher auch als eigenkapitalähnliche Darlehen bezeichnet. Zudem ist es auch mit nachhaltigen Investitionsprojekten im Normalfall nicht möglich, höhere als marktübliche Renditen zu erwirtschaften.

Betroffene Geldanlagen

Folgende Geldanlagen sind betroffen:

Grüne Werte Energie GmbH

WERTZINS

  • 2013
  • KLASSIK 1
  • FEST 1

Grüne Werte Wertzins 2 GmbH

WERTZINS

  • KLASSIK 2
  • FEST 2
  • PLUS 1
  • KLASSIK 3
  • FEST 3
  • PLUS 2
  • PLAN 1

Was Sie als Betroffener der Insolvenz der Grüne Werte Firmen tun können

Das vorläufige Insolvenzverfahren ist eröffnet. Der Insolvenzverwalter hat inzwischen die Anleger aufgefordert, ihre Forderungen zur Tabelle anzumelden. Anleger mit Nachrangdarlehen sollten prüfen, ob es möglich ist, aus dem Status des Nachranggläubigers in den eines „normalen“ Gläubigers (§ 39 InsO) aufzurücken.

Daneben gilt es zu prüfen, ob Ihnen ein Schadensersatzanspruch gegenüber Dritten zusteht. Wenn Ihr Finanzberater Sie nicht ausreichend über die Risiken der Investition informiert hat, hat er seine gesetzliche Aufklärungspflicht verletzt. Aufgrund der Besonderheiten der Investition hätte er Sie zumindest über die Bedeutung eines Nachrangdarlehens aufklären müssen. Damit einhergehend auch der Hinweis auf den möglichen Totalverlust.

Sollten auch Sie den Verlust Ihres Vermögens befürchten, wenden Sie sich an einen Anwalt für Kapital- und Bankmarktrecht. Sprechen Sie uns gerne an! In einem kostenlosen Erstgespräch bewerten wir Ihre Ausgangslage und besprechen gemeinsam mit Ihnen das weitere Vorgehen. Wir unterstützen Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte!

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt Sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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