Immobilienfonds Tegel Center KG: Rückzahlung von Ausschüttungen

Anleger sollen Teile ihrer Ausschüttungen zurückzahlen

Schon im Verlauf der letzten Jahre wurden die Anleger des Immobilienfonds Tegel Center KG immer wieder dazu aufgefordert, ihre Ausschüttungen teilweise zurückzuzahlen. Dies ließ schon früh eine Schieflage des Unternehmens vermuten. Nun erhielten die ersten Anleger außerdem eine Klage – mit der Aufforderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen. Wie es zu diesem aktuellen Zustand gekommen ist und was Sie als Betroffener nun unternehmen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Erste Aufforderung des Immobilienfonds Tegel Center KG

Zum ersten Mal erhielten die Anleger des Immobilienfonds Tegel Center KG ein Schreiben im April 2016. Die Rechtslage sei eindeutig, die Anleger müssten erhaltene Ausschüttungen zurückzahlen, so die Fondsverwaltung. Darüber hinaus drohte sie mit gerichtlichen Schritten durch eine Verwertungsgesellschaft sowie mit weiteren Kosten für die Anleger.

Als Hintergrund hierfür nannte die Fondsverwaltung den Verkauf der Fondsimmobilie im Jahr 2015, der nicht wie geplant vollständig die Deckung des Darlehens erwirkte. Der Immobilienfonds Tegel Center KG hatte zuvor bei der Landesbank Hessen-Thüringen („HELABA“) ein Darlehen über 41 Mio. € aufgenommen, um die Projekte zu finanzieren.

All dies, sollten sie der Aufforderung zur Rückzahlung ihrer Ausschüttungen nicht nachkommen. Eingefordert wurde die freiwillige Zahlung der Hälfte der Ausschüttungen. Sollte dies jedoch nicht geschehen, würde die vollständige Summe der Ausschüttungen eingeklagt werden.

Schon damals wurde Anlegern empfohlen, der Aufforderung nicht ohne detaillierte Prüfung nachzugeben.

Vermutungen über Schieflage des Immobilienfonds Tegel Center KG

Anschließend verdichteten sich die Vermutungen über eine mögliche Schieflage des Unternehmens. Schließlich soll es zwischen der Landesbank Hessen-Thüringen und dem Immobilienfonds Tegel Center KG bezüglich der nicht geleisteten Deckung des Darlehens zu einer einvernehmlichen Einigung gekommen sein. Trotzdem forderte die Fondsverwaltung ihre Anleger auf, Teile der erhaltenen Ausschüttungen zurückzuzahlen.

Eine Aufforderung zur Rückzahlung der Ausschüttungen ohne detaillierte Begründung und Darlegung der Forderung war und ist jedoch aus unserer Sicht nicht ratsam.

Klagen gegen die Anleger

Offensichtlich hat der Immobilienfonds Tegel Center KG das Darlehen an die HELABA noch immer nicht zurückgezahlt. Es werden Klage gegen die Anleger eingereicht.  Allerdings treten weder die Helaba noch der Fonds direkt als Kläger auf.

Handlungsempfehlungen im Fall der Klage

Sollten Sie von dieser Klage betroffen sein, wenden Sie sich an einen erfahrenen Anwalt des Bank- und Kapitalmarktrechts. Wir von CDR Legal unterstützen Sie bei der Abwehr der Klage. Denn aus unserer Sicht gibt es einige gute Gründe, sich der Klage zu widersetzen.

Allein die Tatsache, dass weder die Helaba noch der Fonds klagen, lassen Fragen der der Legitimation aufkommen. Außerdem ist zu prüfen, ob die Ansprüche nicht bereits verjährt sind. Zudem müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein, damit die an einen Anleger gezahlten Ausschüttungen zurückzuzahlen sind. Bisher fehlt es noch an einer detaillierten Darlegung.

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Insolvenzrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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