MS „Larissa“ Gebr. Ahrens GmbH & Co. KG 

Klagen gegen Kommanditisten der MS „Larissa“ auf Rückzahlung der Ausschüttungen

Anleger der MS „Larissa“ Gebr. Ahrens GmbH & Co. KG, Hamburg, werden auf Rückzahlung gewinnunabhängiger Ausschüttungen verklagt. Rechtsanwalt Dr. Ralf Marten Bachmann, als Insolvenzverwalter des Schiffsfonds MS „Larissa“ macht Ansprüche gegen die Anleger geltend, die bislang ihre Ausschüttungen noch nicht zurückgezahlt haben. Diese Anleger fragen sich nunmehr, inwieweit sie sich gegen diese Ansprüche zur Wehr setzen können?

Hintergrund zur MS „Larissa“ Gebr. Ahrens GmbH & Co. KG

Der Schiffsfonds MS „Larissa“ wurde im Jahr 2002 aufgelegt und im Handelsregister des Amtsgericht Tostedt unter der HRA 100886 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens war der Bau und Betrieb des Containerschiffs MS „Larissa“. Die Gesellschaft verbuchte allerdings bereits im Gründungsjahr einen erheblichen Verlust. Wobei man sagen muss, dass dieser Verlust geplant war. Zurückzuführen ist er im Wesentlichen auf Abschreibungen. Erst in 2007 und 2008 verbuchte die Gesellschaft kleinere Gewinne. 

Wie viele Schiffsfonds kam auch die MS „Larissa“ in Schieflage. Daher forderte die Gesellschaft 2013 die Anleger auf, Teile der erhaltenen Ausschüttung zurückzuzahlen. Das half jedoch nicht wirklich. Am 13.03.2015 wurde daher das vorläufige Insolvenzverfahren eingeleitet. Am 01.07.2015 eröffnete das Amtsgericht Niebüll (Az. 5 IN 16/15) das Insolvenzverfahren. Einziger Vermögensgegenstand der Gesellschaft war das Containerschiff. Die Gesellschaft hat das Schiff mittlerweile verkauft.

Klagen auf Rückzahlung der Ausschüttungen

Grundsätzlich darf der Insolvenzverwalter gewinnunabhängige Ausschüttungen zurückverlangen. Das ergibt sich aus den §§ 171, 172 Abs. 1 und 4, HGB. Allerdings obliegt es dem Insolvenzverwalter die Voraussetzungen nachzuweisen. Das betrifft insbesondere die Fragen:

  • Gab es gewinnunabhängige Ausschüttungen?
  • Wurden evtl. Verluste durch Gewinne kompensiert?
  • Deckt das Vermögen der Gesellschaft die ausstehenden Verbindlichkeiten?

Falls zutreffend, kann der Anleger die Einrede der Verjährung geltend machen?

In Sachen MS „Larissa“ beruft sich der Kläger hier auf die vorgelegte Gewinn- und Verlustrechnung und die zur Insolvenztabelle angemeldeten Forderungen. Ob der Anleger sich auf Verjährung berufen kann, kann nur nach genauer Prüfung der Unterlagen der Gesellschaft beantwortet werden.

Was können die Anleger der MS „Larissa“ tun?

Sind die rechtlichen Voraussetzungen für die Rückforderung von Ausschüttungen tatsächlich erfüllt? Kann der Anleger der MS „Larissa“ sich evtl. auf Verjährung berufen? Hierzu ist eine eingehende Prüfung der Unterlagen erforderlich. Erst dann können wir gemeinsam entscheiden, ob die Klage erfolgreich abgewehrt werden kann. Die Kanzlei CDR Legal, Anwalt für Kapitalmarktrecht, unterstützt Sie bei der Klärung dieser Frage.


Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt Sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

Die Kanzlei

Persönliche 1:1 Betreuung
Über 20 Jahre Erfahrung
Ex-Bankmitarbeiterin
Deutschlandweite Vertretung
Kostenloses Erstgespräch