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MS Wehr Blankenese

Der Insolvenzverwalter des insolventen Schiffsfonds MS „Wehr Blankenese“ fordert von Anlegern vereinnahmte Ausschüttungen zurück

Seit fast fünf Jahren ist die MS „Wehr Blankenese“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG mittlerweile insolvent. Das damalige Insolvenzverfahrens wurde im September 2016 durch das Amtsgericht Niebüll unter dem Aktenzeichen 5 IN 54/16 eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Tobias Brinkmann bestellt.

In einem aktuellen Schreiben fordert Rechtsanwalt Dr. Brinkmann zahlreiche Anleger auf, schon vor vielen Jahren erhaltene Ausschüttungen zurückzuzahlen. Dies wird – wie in solchen Fällen meistens – damit begründet, dass die Kommanditeinlage durch die Ausschüttung gemindert wurde.

Hintergrund zur MS „Wehr Blankenese“

Anleger konnten in der Vergangenheit in den Schiffsfonds MS „Wehr Blankenese“ investieren. Die Tätigkeit der Gesellschaft bestand vornehmlich darin, Seeschiffe zu erwerben und zu betreiben. Dazu wurde ein entsprechender Schiffsfonds emittiert, dessen Anteile Anleger erwerben konnten.

Bei der MS „Wehr Blankenese“ handelte es sich um ein Seeschiff, auf dem mit Containern die entsprechenden Güter transportiert wurden. Wie es bei einem Schiffsfonds üblich ist, nehmen Anleger die Stellung von Kommanditisten ein. Deren Haftung ist nun wieder durch Ausschüttungen aufgelebt, worauf sich auch der Insolvenzverwalter Dr. Brinkmann in seinem Schreiben bezieht.

Aktuelle Situation: Anleger erhalten Schreiben mit der Aufforderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen

Momentan erhalten Anleger vom Insolvenzverwalter Dr. Tobias Brinkmann ein Schreiben, in dem sie zur Rückzahlung von Ausschüttungen aufgefordert werden. Dabei bezieht sich der Insolvenzverwalter zum einen auf Paragraph 171 Abs. 2 HGB. Danach sind Insolvenzverwalter unter bestimmten Voraussetzungen dazu verpflichtet, an Anteilsinhaber ausgezahlt Ausschüttungen zurückzufordern.

Zum anderen bezieht sich Dr. Brinkmann ebenfalls auf den Paragraph 172 Abs. 4 Satz I HGB. Danach tritt ein Wiederaufleben der Haftung seitens der Kommanditisten, also der Anleger, ein. Dies geschieht unter der Voraussetzung, dass die Kommanditeinlage als nicht vollständig geleistet an den Gläubiger gilt. Das wiederum passiert, wenn die Kapitalanlage im Laufe der Zeit durch Verluste und Ausschüttungen niedriger als die ursprünglich geleistete Einlage ist.

Ferner gibt der Insolvenzverwalter in seinem Schreiben an, dass die MS „Wehr Blankenese“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG zu Beginn ausschließlich Verluste erlitten hat. Daher müsse er die Ausschüttungen zurückfordern und die persönliche Haftung der Kommanditisten wiederaufleben lassen.

Zudem wird im Schreiben angegeben, dass die Insolvenzmasse nicht ausreichend ist. Einer aktuellen Insolvenzmasse von rund 250.000 Euro stehen Forderungen von mehr als einer Million Euro gegenüber.

Was können betroffene Anleger jetzt tun?

Haben auch Sie ein Schreiben des Insolvenzverwalter Dr. Tobias Brinkmann erhalten, in dem Sie zur Rückzahlung von Ausschüttungen aufgefordert werden? In dem Fall sind Sie verständlicherweise zunächst etwas schockiert. Die Ausschüttungen liegen immerhin zum Teil schon mehr als zehn Jahre zurück.

Dennoch sollten Sie Ruhe bewahren und sich am besten an eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei wie CDR-Legal wenden. Der Hintergrund ist, dass derartige Forderungen seitens der Insolvenzverwalter nicht immer berechtigt sind. Prüfen kann dies allerdings in der Regel nur ein qualifizierter Rechtsanwalt, der sich bestens in der Materie auskennt.

Es müssen mehrere Voraussetzungen erfüllt sein, damit auch Dr. Brinkmann die gestellten Ansprüche durchsetzen kann. Bei der Kanzlei CDR-Legal können Sie sich zunächst innerhalb eines kostenfreien Erstgesprächs per Telefon zum Sachverhalt informieren.

Dabei geht die Kanzlei bereits darauf ein, ob ein Widerspruch gegen die Rückforderung der Ausschüttungen Aussicht auf Erfolg haben kann. Sollte dies der Fall sein, vertritt sie die Kanzlei CDR-Legal gerne.

Anwältin & Autorin Corinna Ruppel – Lassen Sie sich helfen

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Insolvenzrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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