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MS Wehr Koblenz – Aufforderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen

Der Insolvenzverwalter Dr. Brinkmann erlässt Mahnbescheide gegen Anleger des Schiffsfonds MS Wehr Koblenz

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Bereits im Juli 2016 wurde über das Vermögen der MS „Wehr Koblenz“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG das Insolvenzverfahren eröffnet. Dies geschah unter der Nummer 5 IN 40/16. Zum zuständigen Insolvenzverwalter wurde damals Rechtsanwalt Dr. Tobias Brinkmann aus Hamburg bestellt.

Jetzt, rund fünf Jahre später, fordert eben dieser Insolvenzverwalter von Anlegern die Rückzahlung von Ausschüttungen. Dabei lässt er den Anlegern kaum Zeit zur Prüfung. Die in dem Aufforderungsschreiben gesetzte Frist ist extrem kurz und der Mahnbescheid folgt umgehend.

Rückforderungen von Zahlungen vom Insolvenzverwalter – Müssen Sie jetzt zahlen?

Weiterführende Informationen

Rückforderungen von Zahlungen durch den Insolvenzverwalter

86 / 100 Sind Sie zur Rückzahlung gewinnunabhängiger Ausschüttungen nach § 172 Abs. IV HGB aufgefordert worden? Hat der Insolvenzverwalter Zahlungen angefo […]

Hintergrund zur Anlage im Schiffsfonds MS Wehr Koblenz

Die MS „Wehr Koblenz“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG betrieb einen sogenannten geschlossenen Schiffsfonds. Es handelte sich um das gleichnamige Containerschiff (MS Wehr Koblenz), welches durch den geschlossenen Fonds finanziert werden sollte. Somit hatten Anleger die Möglichkeit, sich ab 15.000 Euro zu beteiligen.

In dem Zusammenhang fanden anschließend an Anleger in den Jahren 2000 nebst 2001 sowie zwischen 2004 und 2008 Ausschüttungen statt. Exakt um diese Ausschüttungen geht es nun in einem aktuellen Schreiben des Insolvenzverwalters Dr. Brinkmann. Er fordert die von Anlegern vereinnahmten Ausschüttungen zurück.

Aktuelles Schreiben: Aufforderung zur Rückzahlung von Ausschüttungen

In seinem aktuellen Schreiben aus Juli 2021 fordert Rechtsanwalt Dr. Tobias Brinkmann Anleger der MS Wehr Koblenz dazu auf, aus den genannten Jahren erhaltene Ausschüttungen zurückzuzahlen. Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang, dass die Insolvenz inzwischen fünf Jahre zurück liegt. Es ist demnach ein relativ langer Zeitraum vergangen, um die Insolvenzmasse und den damit verbundenen „Fehlbetrag“ festzustellen.

Ebenfalls bemerkenswert ist, dass die entsprechenden Ausschüttungen schon mehr als zehn Jahre, teilweise sogar 20 Jahre, zurückliegen. In seinem Schreiben beruft sich der Insolvenzverwalter – wie so oft – vor allem auf §172 Abs. 4 Satz 1 HGB. Dieser Paragraph besagt vor allem, dass eine Haftung der Kommanditisten wieder aufleben kann. Das geschieht unter der Voraussetzung, dass die ursprüngliche Kapitaleinlage durch Verluste gemindert war und dennoch Ausschüttungen stattfanden.

Ferner führt Dr. Brinkmann ins Anschreiben auf, dass eine sogenannte Masseunzulänglichkeit vorliegen würde. Das bedeutet, dass die Insolvenzmasse nicht ausreicht, um sogenannte Masseverbindlichkeiten zu erfüllen (§ 208 InsO). Dazu zählen beispielsweise vom Finanzamt eingeforderte Gewerbesteuern. Aus diesen Gründen werden Anleger nun aufgefordert, eine Rückzahlung bereits vereinnahmter Ausschüttungen vorzunehmen.

Wie können Sie sich nun in Bezug auf die Aufforderung der MS Wehr Koblenz verhalten?

Als betroffener Anleger kommt für Sie das Schreiben des Insolvenzverwalters, und erst Recht der Mahnbescheid, vermutlich wie aus heiterem Himmel. Hinzu kommt, dass eine sehr kurze Frist zur Erfüllung der Ansprüche gesetzt wurde. Daher ist es dringend anzuraten, sich fachlich kompetenten Rat einzuholen. Der Anspruch ist zu prüfen und innerhalb der 14 Tagesfrist gegebenenfalls Widerspruch gegen den Mahnbescheid einzulegen.

Wenden Sie sich dazu am besten an eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Anwaltskanzlei wie CDR-Legal. Sie erhalten dort ein erstes Telefongespräch kostenfrei und erhalten wichtige Informationen.

Die Kanzlei CDR-Legal wird zunächst prüfen, ob die angemeldeten Ansprüche des Insolvenzverwalters überhaupt berechtigt sind. Dies ist keineswegs automatisch der Fall, nur weil (angeblich) eine Masseunzulänglichkeit vorliegt. Auf Ihren Wunsch hin wird sich CDR-Legal um die rechtliche Vertretung und einen eventuellen Widerspruch gegen die Forderung Ihrerseits kümmern.

Anwältin & Autorin Corinna Ruppel – Lassen Sie sich helfen

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Insolvenzrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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