Online Casino Rückforderung

Wie Sie Ihr Geld von Online Casinos zurückfordern können

In den letzten Jahren wurden durch solche Casinos im Internet hierzulande Umsätze von jährlich zwischen 10 bis 15 Milliarden Euro generiert. Viele Spieler wussten und wissen bis heute allerdings nicht, dass Online-Glücksspiel bis zum 1. Juli 2021 nahezu immer illegal gewesen ist.

Das Wichtigste im Überblick

  • Seit dem 1.7.2021 gilt in Deutschland der neue Glücksspielstaatsvertrag, nach dem noch immer einige Online-Glücksspiele illegal sind
  • In der Vergangenheit waren hierzulande nahezu alle Online-Casinos ohne Lizenz und somit illegal, woraus sich ein möglicher Anspruch für Spieler ergibt
  • Wer in den letzten Jahren in einem Online-Casino Spieleinsätze verloren hat, hat die Möglichkeit, diese vom Betreiber zurückzufordern
  • Mehrere Landgerichte haben in den entsprechenden Fällen für die Kläger (Spieler) entschieden, sodass die Betreiber der Online-Casinos verlorene Einsätze zurückzahlen müssen

Seit dem am 1. Juli der Glücksspielstaatsvertrag in Kraft getreten ist, sind manche Online-Casinos zwar legal. Trotzdem gibt es nach wie vor auch einige illegale Angebote in diesem Bereich. Aufgrund der bisherigen Illegalität der Casinos im Internet haben Spieler die Möglichkeit, verlorenes Geld von Online Casinos zurückzufordern. Mittlerweile gibt es mehrere Landgerichte, die in der überwiegenden für die Online-Casino-Spieler und somit für die Rückzahlung verlorener Spieleinsätze geurteilt haben.

Hintergrund: Warum haben Online-Casino-Spieler überhaupt einen Anspruch auf die Rückforderung verlorener Einsätze?

Einer der Hauptgründe ist, dass – mit einigen wenigen Ausnahmen – Online-Glücksspiel hierzulande bis einschließlich 30.6.2021 illegal gewesen ist. Aufgrund des Paragraphen 4 Abs. 4 des alten Glücksspielstaatsvertrages waren Online-Casinos in Deutschland gesetzlich verboten.

Das bisherige Verbot betrifft allerdings nicht nur das Zivilrecht, sondern ebenfalls das Strafrecht. Insbesondere nach § 284 Strafgesetzbuch ist öffentliches Glücksspiel untersagt. Einzige Ausnahme, es liegt eine behördliche Genehmigung vor. Was im Fall der Online-Casinos in Deutschland aber nicht der Fall gewesen ist.

Aus diesem Grund gibt es bezüglich illegaler Online-Casinos in Deutschland zwei Hauptaspekte: Der strafrechtliche und der zivilrechtliche.

Strafbar machen sich – zumindest bisher – die Betreiber der Online-Casinos. Diese haben aber in der Praxis kaum etwas zu befürchten, da ihr deren Sitz häufig im Ausland, oft sogar im außereuropäischen Ausland, befindet. Der zivilrechtliche Aspekt behandelt die Frage, ob der Spieler von dem Online-Casino sein Geld zurückverlangen kann.

In der Vergangenheit waren Online-Casinos zwar illegal, wurden aber dennoch häufiger von den zuständigen Behörden mehr oder weniger geduldet. Aufgrund dieser Tatsache haben viele Hunderttausend Spieler allein in Deutschland in der Summe mehrere Milliarden Euro an Einsätzen verloren.

Die Rückzahlungsansprüche können nicht nur gegen den Betreiber des Casinos bestehen, sondern auch gegenüber Banken und Zahlungsdienstleistern, z.B. Pay-Pal. Zusammenfassend lässt sich zum Hintergrund der möglichen Rückzahlung verlorener Spieleinsätze in Online-Casinos Folgendes festhalten:

  • Online-Casinos und weitestgehend Online-Glücksspiel als solches waren in Deutschland bis zum 1.7.2021 auf Grundlage des damaligen Glücksspielstaatsvertrages gesetzlich verboten
  • Das Angebot in Deutschland war nicht nur illegal, sondern die Betreiber machen bzw. machten sich demzufolge sogar strafbar
  • Einige Online-Casinos sind nun auf Basis des neuen Glücksspielstaatsvertrages ab dem 1.7.2021 legal, was allerdings nicht für alle Angebote gilt
  • Online-Casino-Spieler haben nun mitunter sogar für die letzten zehn Jahre die Möglichkeit, verlorenen Spieleinsätze beim Betreiber des Casinos oder bei Banken bzw. Zahlungsdienstleistern zurückzufordern

Welche Onlinespiele waren bisher verboten?

In erster Linie geht es darum, das sogenannte Online-Casinos in Deutschland bis zum neuen Glücksspielstaatsvertrag illegal waren. Betroffen sind in erster Linie die folgenden Online-Spiele (gewesen):

  • Casino-Spiele, insbesondere Roulette, Black Jack und Poker
  • Automaten-Spiele (Slots)
  • Zweitlotterien

Eine weitere, äußerst beliebte Spielart sind bis heute Sportwetten. Diese bewegten sich allerdings in einer sogenannten rechtlichen Grauzone. Trotzdem gibt es mittlerweile auch Gerichte, die die Betreiber von Sportwetten dazu verurteilt haben, eine Rückerstattung verlorener Spieleinsätze durchzuführen.

So urteilte unter anderem das Landgericht Nürnberg-Fürth am 20. Juli 2021. Der betroffenen Glücksspielanbieter muss dem Spieler den Verlust ersetzen (Az.: 19 O 6690/20).

Neuer Glücksspielstaatsvertrag: Einige Online-Casinos und Online-Poker nun legal

Damit eine bessere Kontrolle des Online-Glücksspiels erfolgen kann, einigten sich die Bundesländer Anfang 2020 auf einen neuen Glücksspielstaatsvertrag. Dieser trat am 1. Juli 2021 in Kraft. Auf Grundlage des neuen Staatsvertrages sind nun einige Online-Glücksspiele wie Online-Casinos legal.

Im Vordergrund des neuen Glücksspielstaatsvertrages steht insbesondere der verbesserte Schutz von Online-Spielern und mehr Aufklärung über die Suchtgefahren des Online-Glücksspiels. Darüber hinaus gibt es weitere Vorgaben, welche die Betreiber erfüllen müssen, beispielsweise:

  • Einzahlungslimit von maximal 1.000 Euro pro Monat
  • Teilnahme am Spielersperrsystem
  • Verbot des Spiels bei mehreren Anbietern
  • Verbot von Werbung für Online-Glücksspiele zwischen 6:00 bis 21:00 Uhr

Trotz des neuen Glücksspielstaatsvertrages haben Spieler für die Vergangenheit die Möglichkeit, aufgrund der vorherigen Legalität verlorene Einsätze vom Betreiber zurückzufordern. Die meisten Anbieter von Online-Casinos im Internet haben ihren Hauptsitz zwar im Ausland. Dennoch gibt es über ein Anwalt die Möglichkeit, Verluste zurückzufordern.

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Bisherige Urteile der Landgerichte: Überwiegend pro Kläger

Inzwischen gibt es einige Urteile und Entscheidungen von Landgerichten, die sich mit dem Thema der Rückforderung verlorener Einsätze in Online-Casinos beschäftigt haben. In der überwiegenden Mehrheit entschieden die Gerichte dabei pro Kläger, also für die klagenden Online-Spieler. Interessant sind die Begründungen der Richter.

1. Urteil des Landgerichtes Regensburg

Beim vor dem Landgericht Regensburg verhandelten Fall ging es darum, dass die Klägerin insgesamt 58.000 Euro beim Online-Glücksspiel verloren hatte und diese nun vom Casino Betreiber erstattet haben wollte. Dabei gab die Klägerin an, zum Zeitpunkt ihrer Aktivitäten nichts von dem Glücksspielverbot in Deutschland gewusst zu haben.

Das Urteil nebst Begründung des Landgerichtes Regensburg fiel anschließend unter dem Aktenzeichen 71 O 3074/20 eindeutig aus. Die Richter begründeten ihr Urteil damit, dass öffentliches Glücksspiel im Internet in dem betroffenen Bundesland (Bayern) auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrages illegal sei. Daher ist der zwischen Klägerin und Anbieter geschlossene Spielvertrag ungültig. Die Folge ist, dass das Online-Casino die verlorenen Spieleinsätze an die Klägerin zurückzahlen müsse.

2. Urteil des Landgerichtes Coburg

Zu einem ähnlichen Ergebnis wie das Landgericht Regensburg kam auch Anfang Juni das Landgericht Coburg. Im verhandelten Fall ging es ebenfalls darum, dass ein Spieler (Kläger) verlorene Spieleinsätze von mehreren Zehntausend Euro vom Online Casino Anbieter zurückforderte. Insgesamt betrugen die verlorenen Einsätze über 60.000 Euro.

In diesem Fall hatte der Online-Casino Anbieter das Live-Casino im Internet zugänglich gemacht, ohne dafür eine Lizenz der deutschen Aufsichtsbehörden zu besitzen. Allerdings machte das Online-Casino einen Einwand gegen den Rückzahlungsanspruch geltend, weil es eine Lizenz auf Malta besaß. In dem Zusammenhang berief sich der Anbieter auf die Dienstleistungsfreiheit, die innerhalb der Europäischen Union gilt.

Ein weiterer Einwand war, dass der Kläger freiwillig an dem Online-Glücksspiel teilgenommen habe. Die Richter in Coburg ließen allerdings beide Einwände nicht gelten. Sie beriefen sich unter anderen auf die nicht vorhandene Lizenz und damit die Illegalität des Angebotes in Deutschland. Somit wurde der Casino Betreiber verurteilt, die ca. 62.000 Euro verlorene Spieleinsätze an den Kläger zu erstatten (Az 23 O 416/20).

3. Urteil des Landgerichtes Paderborn

Mit das jüngste Urteil bezüglich der Rückzahlung von verlorenen Spieleinsätzen durch Online-Casinos stammt vom Landgericht Paderborn. Am 8. Juli urteilten die Richter dort genauso wie zuvor das Landgericht Regensburg und das Landgericht Coburg. In diesem Fall ging es sogar um verlorene Spieleinsätze im Gegenwert von über 130.000 Euro.

Die verlorenen Spieleinsätze entstanden ausschließlich durch die Teilnahme im Internet an sogenannten Slots (Spielautomaten). Auch in diesem Fall lag dem Anbieter keine deutsche Lizenz vor, die das Veranstalten von Online-Glücksspiel erlaubt hätte. Zwar berief sich der Anbieter auch in diesem Fall auf die Dienstleistungsfreiheit innerhalb der Europäischen Union und auf die Untreuhaftigkeit der Rückforderung, da der Kläger freiwillig gespielt hätte.

Die Richter in Paderborn gaben dem Kläger jedoch Recht. Sie begründeten dies in erster Linie damit, dass das Glücksspielangebot nicht legal gewesen sei. Unter anderem das Landgericht Gießen (Aktenzeichen: 4 O 84/20) zählt zu den weiteren Gerichten, die bisher positive Entscheidungen für die Kläger trafen.

4. Landgericht München urteilt gegen die Klägerin

Eines der wenigen Urteile, die bezüglich der Rückforderung von verlorenen Spieleinsätzen in Online-Casinos gegen den Kläger gesprochen wurden, stammt vom Landgericht München. Unter dem Aktenzeichen 8 O 16058/20 hatten die Richter die Klage des Online-Spielers abgewiesen.

Interessant ist das Urteil vor allem deshalb, weil das Landgericht zwar auf der einen Seite ebenfalls einen Verstoß des Online Casino Betreibers gegen den Paragraph 134 BGB sieht. Allerdings sieht das Gericht gleichzeitig den Tatbestand nach Paragraph 817 Satz 2 BGB erfüllt. Dieser beinhaltet, dass die Rückforderung verlorener Spieleinsätze dann nicht möglich ist, wenn der Kläger ebenfalls gegen Paragraph 134 BGB verstoßen hat.

Vereinfacht ausgedrückt: Das Angebot des Online-Casinos war zwar illegal. Allerdings habe sich der Kläger durch die Teilnahme am Glücksspiel ebenfalls nicht rechtens verhalten. Aus diesem Grund habe er keine Möglichkeit, die verlorenen Spieleinsätze vom Betreiber zurückzufordern.

Mit seinem Urteil steht das Landgericht München allerdings momentan noch relativ alleine. Die weitaus meisten anderen Gerichte gaben bisher dem jeweiligen Kläger bzw. Klägerin Recht. Sie verurteilten dementsprechend die Betreiber des Online-Glücksspiels zur Rückzahlung der verlorenen Spieleinsätze. Deshalb sehen Experten momentan sehr gute Chancen für Betroffene Spieler im Internet, die verlorenen Einsätze zurückfordern zu können.

Inanspruchnahme der Bankenzahlungsdienstleister als Alternative?

Da sich zahlreiche Anbieter von Online Casinos im Ausland befinden, beispielsweise auf Malta, könnte es in der Praxis mit der Rückforderung mitunter etwas schwierig werden. Daher schlagen manche Fachleute als Alternative vor, Ansprüche gegen die Banken und Zahlungsdienstleister geltend zu machen, die für die jeweiligen Geldtransaktionen auf das Spielkonto verantwortlich waren.

Ein möglicher Anspruch gegenüber diesen Zahlungsdienstleistern könnte sein, dass die entsprechenden Einzahlungsverträge nichtig sind. Mit ihnen könnte gegen ein Verbotsgesetz (Paragraph 4 Abs. 1 S. 2 Glücksspielstaatsvertrag) verstoßen worden sein. Unter anderem ein Urteil des Landgerichtes Ulm bestätigte diese Auffassung in der Vergangenheit bereits.

Verlorenes Geld von Online Casino zurückfordern: Können Spieler selbst etwas tun?

  • Zunächst einmal können Sie durchaus selbst versuchen, zumindest in Teilen ihr beim Online-Glücksspiel vor dem 1. Juli 2021 verlorenes Geld zurückzuholen. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, Kreditkartenabbuchungen zu widersprechen. Sie weisen in dem Zusammenhang darauf hin, dass die Abbuchungen für ein illegales Glücksspiel stattgefunden haben und fordern gleichzeitig von der Kreditkartengesellschaft die Rückbuchung.
  • Eine ähnliche Möglichkeit besteht dann, wenn die entsprechenden Spieleinsätze von Ihrem Girokonto abgebucht wurden. In dem Fall haben Sie zumindest bis zu acht Wochen die Möglichkeit, gegen die erfolgte Abbuchung Widerspruch einzulegen und diese zurück buchen zu lassen. Dies kommt daher nur für Spieleinsätze in den vergangenen zwei Monaten infrage.
  • Eine dritte Option besteht darin, dass Sie einer getätigten Überweisung widersprechen. Sie legen in dem Fall gegenüber dem Online-Zahlungsdienstleister Widerspruch ein und fordern diesen auf, eine Rücküberweisung durchzuführen.

In allen drei Fällen besteht das Problem allerdings darin, dass die Erfolgsaussichten zum einen nicht besonders hoch sind. Zum anderen können Sie sowohl Überweisungen als auch Lastschriften und Kreditkartenabbuchungen nur für einen sehr begrenzten Zeitraum zurückfordern.

Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, sich an einen Rechtsanwalt zu wenden. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie vielleicht viele Monate oder sogar Jahre Spieleinsätze beim Online-Glücksspiel verloren haben.

Was können betroffene Online-Glücksspieler jetzt tun?

Aufgrund der bisherigen Urteile stehen die Chancen aus Sicht der Experten relativ gut, dass Online-Spieler bei Online-Casinos und anderen Anbieter von Glücksspielen im Internet ihr Geld zurückfordern können. Auf eigene Faust wird dies allerdings in wenigen Fällen funktionieren, sodass die Inanspruchnahme eines erfahrenen Rechtsanwaltes empfehlenswert ist.

Fachlich qualifiziert sind zum Beispiel Kanzleien wie CDR-Legal, die sich auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert haben. In dem Fall profitieren Sie davon, dass Sie Ihren Fall zunächst mittels eines kostenfreien Erstgespräches schildern können und bereits interessante Informationen erhalten.

Anschließend wird die Kanzlei CDR-Legal Sie bei Ihrem Widerspruch bzw. Ihrer Rückforderung vertreten. Da es in nicht wenigen Fällen um Tausende oder sogar mehr als 10.000 Euro verlorene Spieleinsätze gehen kann, kann eine Aufforderung zur Rückzahlung der verlorenen Spieleinsätze definitiv lohnen.

FAQ – Oft gestellte Fragen

Ist es möglich, mein verlorenes Geld von Online Casinos zurückfordern?

Ja. Sie können ihr Geld von den Online Casinos in Deutschland zurückfordern, denn bis zum 01. Juli 2021 war das Glücksspiel im Internet bis auf staatliche Lotterien und Sportwetten illegal. Die Verluste in den entsprechenden Spielotheken können bis zu zehn Jahre rückwirkend geltend gemacht werden, gezählt von dem Zeitpunkt, in dem Sie das erste Mal von der Illegalität des Angebots erfahren haben.

Kann ich deutsche Online Casinos verklagen?

Ja. Das Strafgesetzbuch verbietet mit dem §284 das öffentliche Glücksspiel in Deutschland, außer es liegt eine korrekte behördliche Genehmigung vor. Auch die Fassungen des Glücksspielstaatsvertrag vor dem 01. Juli 2021 verboten nach § 4 Abs. 4 das Glücksspiel im Internet, mit Ausnahme von Online Casinos in Schleswig-Holstein. Deswegen können Spieler ihr verlorenes Geld zurückfordern und die Anbieter verklagen, sollten sie der Aufforderung nicht nachgehen.

Von welchen Online Casinos kann ich meine verspieltes Geld zurückfordern?

Wenn Sie vor dem 01. Juli 2021 nicht von Schleswig-Holstein aus in deutschen Online Casinos spielten, können Sie im Prinzip von allen deutschen Online Casinos ihr verlorenes Geld zurückfordern. Denn in den übrigen Bundesländern war das Glücksspiel im Internet bis auf Sportwetten und staatliche Lotterien offiziell verboten. Zu den bekanntesten deutschen Online Spielhallen zählen unter anderem DrückGlück, Mr. Green, Wunderino & Co.

Wie viel Geld kann ich von Online Casinos zurückfordern?

Sie können das gesamte Geld, das Sie in den letzten zehn Jahren im Glücksspiel in deutschen Online Casinos verloren haben, wieder zurückfordern. Es zählt dabei nicht ihr gesamter Einsatz, sondern nur das Geld, dass ohne Gewinne verspielt wurde (=Einzahlung minus Auszahlung).

Warum gab es trotz der Illegalität der Online Casinos in Deutschland so viele Anbieter?

Auch wenn das Spiel um echtes Geld in deutschen Online Casinos offiziell verboten war, wurde es dennoch geduldet. Viele Unternehmen der Online Casino Anbieter haben ihren Sitz im europäischen Ausland und konnten aufgrund der europäischen Dienstleistungsfreiheit ihr Angebot in ganz Europa offerieren. Trotzdem machen sie sich nach §284 Strafgesetzbuch strafbar und ihr Geschäft war vor dem 01. Juli 2021 somit für den deutschen Markt illegal.

Wann verjähren die Ansprüche gegen die Online Casinos?

Ihre Ansprüche verjähren innerhalb von drei Jahren ab dem Zeitpunkt, in dem Sie erstmals Kenntnis über die Illegalität des Glücksspiels in Online Casinos nahmen. Sollten Sie zum Beispiel durch eine anwaltliche Beratung zum ersten Mal erfahren haben, dass das Spiel um echtes Geld in deutschen Online Casinos vor dem 01. Juli 2021 illegal war, haben Sie drei Jahre Zeit, das verlorene Geld der letzten zehn Jahre rückwirkend zurückzufordern.

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Insolvenzrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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