Corinna Ruppel Rechtsanwältin
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„Abgezockt! Der P&R-Container-Skandal“ (Zusammenfassung ZDF Doku)

Ausstrahlung am 4.4.2022 im TV und seit dem 28.2.2022 sichtbar in der ZDFmediathek

In der ZDF Dokumentation Abgezockt! wurde über den P&R Skandal berichtet. Es wird gezeigt, welche Auswirkungen dieser Betrugsfall auf die Anleger hat und was wirklich hinter dem Geschäftsmodell steckte. Der ehemalige Marketingchef Hajo Maier spricht zum ersten Mal öffentlich vor der Kamera und beleuchtet das Schneeballsystem aus einer neuen Perspektive. Alle verwendeten Bilder entstammen aus der ZDF Dokumentation.

00:00 Vorspann & Einleitung zur P&R Dokumentation

Die P&R war 42 Jahre lang erfolgreich auf dem grauen Kapitalmarkt. Doch es hat sich zum Jahrhundertbetrug entwickelt: 54.000 geschädigte Anleger und rund 3,4 Milliarden Euro Schaden. Dies ist der größte Betrugsfall in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Im Jahr 2018 wurde das Schneeballsystem wortwörtlich zur rollenden Lawine. Es stellen sich die Fragen, ob die Aufsichtsbehörde und der Gesetzgeber versagt haben? Und vor allem wer haftet und steht für den Schaden gerade?

1:22 Der P&R Skandal

Container sind ein echter Sachwert mit 2,3 Tonnen Stahl und in beladenem Zustand bis zu 25 Tonnen schwer. Container bewegen Waren um die Welt und in diesem erfolgversprechenden Markt lässt die P&R jeden teilhaben. Anleger konnten direkt einen oder mehrer Container erwerben. Für die Anleger war dies eine einzigartige Möglichkeit. “Nicht mal das Finanzamt kannte dieses Modell” sagte eine Anlegerin im Interview.

Der Kauf von 10, 20 oder 30 Seefrachtcontainer war für viele eine scheinbar sichere Anlage auch zur Altersvorsorge. Keiner der Anleger wollte um sein Geld pokern.

2:07 Das Geschäftsmodell

In einer globalisierten Welt werden Seefrachtcontainer vermehrt eingesetzt.

So klingt die Geschäftsidee von P&R sehr überzeugend: Anleger kaufen Container für 3-5 Jahre, die P&R mietet diese Container von den Anlegern zurück und verpachtet sie wiederum an Reedereien. Der zu Beginn vereinbarte Mietpreis wird jährlich ausgeschüttet. Nach einer gewissen Laufzeit werden die Container weiter verkauft. Hier erhält der Anleger einen Rückkaufpreis (welcher bereits bei Vertragsschluss versprochen wurde). Laut Geschäftsmodell erhält der Kunde am Ende etwa 120 % des Erwerbspreises zurück. Was eine Rendite von etwas 4 % im Jahr bedeutet. Dies liegt deutlich über Renditen für normale Sparprodukte.

In den Jahren 2019 verwaltete die P&R bis zu 6 % des Weltcontainerbestandes. Die P&R ist somit auf dem deutschen Kapitalmarkt eine richtige Nummer. Doch die Firmenzentrale in keiner Metropole, sondern in einem Vorort von München – Grünwald. Das schlichten Haus liegt in bester Lage. Im Jahr 1975 gründete Heinz R. das Unternehmen. Der Legende nach entwarf er die Geschäftsidee auf einem Bierdeckel.

Das Unternehmen ist kundennah und bodenständig. Eine Erfolgsgeschichte. Heinz R. selbst ist ein Gentleman, selbstbewusst, aber bescheiden. Geschichten erzählen, dass egal was er anfasst, das macht er zu Geld.

Im Jahr 2007 zieht sich Heinz R. in die Karibik zurück und steuert das Unternehmen von dort aus. Er wird immer mehr zur Legende, wenige haben ihn gesehen. Keine Spuren im Netz, man spricht vom “Phantom”. Die Anleger bekommen jahrelang pünktlich die Renditen und die P&R Produkte finden einen großen Absatz. Bis zum Februar 2018, hier endet die 42-jährige Erfolgsgeschichte.

4:35 Totalschaden im Schneeballsystem

Das P&R Geschäftsmodell stellt sich als Schneeballsystem heraus. Das Insolvenzverfahren wird eröffnet und die P&R Pleite ist öffentlich. Und mit der Pleite ist auch das ganze Geld der Anleger weg. Die Anleger sind sprachlos, dass ihnen Papier und keine Container verkauft wurden. Über die Hälfte der verkauften Container fehlt und existiert nicht: 1 Million Container von 1,6 Millionen Containern fehlen.

5:35 Grosses Versprechen

In den 2000er-Jahren ist Heinz R. weiterhin der Strippenzieher in der Karibik. Der Vorstandschef und Geschäftsführer der P&R ist Werner F. mit Sitz in München. Wolfgang S. ist Vertriebsvorstand. Der Sohn von Heinz R. ist bis 2012 ebenfalls im Betrieb in leitender Tätigkeit.

Der ehemalige “Head of Marketing” Hajo Maier war fast 10 Jahre lang im Unternehmen P&R tätig und spricht jetzt zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Er sagt, die P&R hat bewusst nach außen das Image eines seriösen Familienbetriebs inszeniert. Herr Maier war 2009 Geschäftsführer einer Münchner Marketing Agentur und bekam von Werner F. das Angebot zur Zusammenarbeit. Der Auftrag: “P&R soll eine Spitzenmarke werden”.

Maier erzählt, dass die Renditen bewusst immer bei 4 % bis 5 % über konservativen Sparprodukten gehalten wurden. Denn niedrige Renditen sind auch glaubwürdige Renditen und ziehen so mehr Investoren an.

8:14 Die Strategie geht auf bis zum Pleitejahr 2018

Von den 54.000 Anlegern wurde die Anlage teils als Altersvorsorge gesehen und somit wurde das komplette Ersparte investiert. Der Rechtsanwalt Peter Mattil teilt mit, dass Anleger ihn teilweise unter Tränen angerufen haben. Diese konnten ihre Altersheime nicht mehr bezahlen, denn sie waren auf die monatlichen Containermieten angewiesen. Viele Anleger sahen das P&R Modell als langfristige Anlage und Altersvorsorge. Teilweise über Generationen hinweg.

Eine der Geschädigten ist die Berlinerin Gisela Sturm, sie ist in ihren 70ern und selbständige Übersetzerin. Da ihre Rente nur bis zum 82. Lebensjahr reichte wollte sich mit dieser Anlage finanziell absichern. Sie hatte in 30 Container investiert und wollte einen sogar als Domizil für den Lebensabend verwenden. Doch jetzt muss sie weiter arbeiten, so lange bis sie es noch kann.

Konrad ist ein Investor der frühen Stunde. Die P&R Anlage hätte 40-50 % seiner Altersvorsorge ausmachen sollen. Er hat diese Investition auch an seiner Eltern weiter empfohlen, denn er hat auf das Geschäftsmodell vertraut. Es hat schließlich jahrelang gut funktioniert. Die P&R war ein Geheimtipp auf dem Finanzmarkt. So hat auch Gisela davon erfahren. Gerade auf solche Empfehlungen und gute Erfahrung basierte die P&R.

12:01 Einfach – Ertragreich – Sicher

Die P&R gab sich als bodenständiges mittelständisches Unternehmen mit 25 Mitarbeitern. Sie zahlte den Anlegern gute Renditen und man konnte in echte Sachwerte investieren. Die Wirtschaftspsychologin Eva Schulte-Austum macht auf die außergewöhnliche Marketingstrategie aufmerksam. Die P&R verstand genau, wie die Kunden ticken. Sie zielten auf ältere Leute ab. Teilweise wurden diese sogar in Schecks ausbezahlt anstelle von Überweisungen. Das hat Vertrauen erweckt. Und so ließ sich eine geniale Geschichte spinnen und weiter erzählen.

12:41 Es wird eng

Im Jahr 2011 steigt Hajo Maier vollständig in das Unternehmen P&R ein. Herr Maier verlangt mehr Transparenz von der Geschäftsleitung. Er schlägt die Erstellung und Veröffentlichung eines freiwilligen Geschäftsberichtes vor. Dies wurde mit einem Wutanfall abgelehnt. Wie ein Gutachten von Michael Jaffè später zeigt, wurde vermutlich bereits 2007 das investierte Geld der Neukunden nicht mehr für die Anschaffung von Containern verwendet. Sondern auch, um die Ansprüche der bestehenden Kunden zu decken.

Die P&R braucht dringend neues Geld. So kam Werner F. im 1. Quartal 2012 auf Maier mit der Forderung “1 Milliarde” Neugeschäftsumsatz zu. Entweder musste Werner F. ein Zahlengenie sein oder unter Größenwahn leiden. Im Nachhinein war klar: Es war pure Verzweiflung! Im Jahr 2012 hätten 1,6 Millionen Container vorhanden sein müssen, doch es fehlten 550.000 Container. Das Rekordjahr 2013 mit über 1 Milliarde Neugeschäftsumsatz verzögerte den Untergang nur.

15:26 Keine Kritiker, oder doch?

Stefan Loipfinger ist einer der wenigen, die Zweifel an dem Geschäftsmodell äußern. Der Finanzjournalist blickt seit den 1990 Jahren kritisch auf die P&R. Denn damals war bereits erkennbar, dass die Anleger die Container zu Preisen weit über dem Marktdurchschnitt ankauften. Selbes gilt für die bezahlten Mietpreise und Rückkaufpreise. Dies zeigte, dass das Geschäftsmodell von Neugeschäften abhängig ist.

Der Containermarkt durchläuft Schwankungen. Und in der Wirtschaftskrise 2008 sind die Preise total eingebrochen. Doch die P&R zahlt konstant hohe Mieten und tätigt die Rückkäufe zu hohen Preisen; anstatt sich an den Markt anzupassen. Der Verdacht, dass die P&R abhängig von Neukunden ist, bestätigen sich. Doch Stefan Loipfinger kann es nicht beweisen, er wendet sich mehrfach erfolglos an die P&R. Es wird immer wieder von sogenannten “Schattenflotte” gesprochen. Die P&R behauptete, dass sie eigene Container besitzt, die zum Ausgleich bei Unterdeckungen verwendet werden.

Damals beim Einstieg ins Unternehmen hatte Maier noch keine Zweifel. Selbst wenn er mal Unstimmigkeiten gesehen hatte, ein überzeugender Grund war immer das 30-jährige Bestehen des Unternehmens in einem enorm komplizierten Markt.

19:29 P&R Unternehmensstruktur

Die P&R Aktiengesellschaft mit Sitz in Grünwald ist die Dachfirma für 3 weitere P&R Gesellschaften. Die P&R Container Leasing GmbH, die P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs GmbH und die P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH.

In der Schweiz mit Sitz in Zug hat die P&R eine eigene Unternehmensgruppe, die Equipment & Finance Corp..

In Deutschland ist nur der Vertrieb angesiedelt, kein einziger Container ist in Besitz dieser Gesellschaft. Hier kommt die Schweizer Firma  ins Spiel. Sie kauft Container ein, vermietet und verkauft diese. Die Bücher der Schweizer Gesellschaft sind nicht einsichtbar, so kann man vermuten, dass etwas verheimlicht wird.

20:59 Der Grauer Kapitalmarkt

In Deutschland gibt es einen extremen Graubereich bei der Geldanlage ohne gesetzliche Vorgaben. Dieser sogenannte “Graue Kapitalmarkt” war bis 2005 legal und wenig kontrolliert. Ab dem Jahr 2008 wurden jährlich neue Gesetze zum Schutz der Anleger erlassen und die Politik hat endlich reagiert. Doch bei der P&R wurde bis zum Jahr 2016 immer noch nichts kontrolliert und die staatliche Finanzaufsicht wollte keine Einsicht in die Prospekte haben. Ein gravierendes Versäumnis.

Gerhard Schick, ehemaliges Mitglied des Bundestages, findet es völlig unverständlich, dass in Deutschland ein solcher Graubereich mit “Lug und Trug” existieren kann. Diese Art von Kapitalmarkt gibt es in anderen Ländern nicht.

In Deutschland ist die Altersvorsorge Privatsache. Doch es fehlt an Aufklärung. So hat auch die P&R Anlegerin Gisela erst 2016 das erste Mal vom “Grauen Kapitalmarkt” gehört. Der deutsche Kapitalmarkt ist schwer zu durchschauen – die Strukturen werden mit den Jahren immer intransparenter.

23:38 Wirtschaftsprüfung

Konrad hat die Jahresabschlussprüfung der P&R immer genauestens gelesen. Ihm war dieses Testat der Wirtschaftsprüfer wichtig. Ein sogenannter Ausweis für die Seriosität des Unternehmens. Rechtsanwalt Peter Mattil kritisiert die Wirtschaftsprüfer der P&R, sie haben Grundlegendes nicht erkannt: Wie können Anleger Container erwerben, die nicht existieren? Herr Mattil kommentiert, das Testat hätte vom Wirtschaftsprüfer verweigert werden sollen.

Kann dieser jetzt rechtlich dafür in Verantwortung gezogen werden?

25:36 Versteckte Zahlen

Am Ende kam die Kontrolle auch für die P&R. Sie wurde von der Bafin aufgefordert, die Prospekte für das Jahr 2017 zur Prüfung einzureichen. Doch die P&R hat 2 Probleme. Zum einen haben die Spitzenjahre ihre Konsequenzen. Denn bei sinkenden Verkaufszahlen müssen trotzdem Mieten & Rückkäufe weiter ausbezahlt werden. Zum anderen will die Bafin Zahlen sehen – die P&R muss der Prospektpflicht nachkommen. 10 Jahre Schneeballsystem lassen sich nicht verheimlichen, so werden viele fehlerhafte Berichte bei der Bafin eingereicht. Bis der Verkaufsstopp drohte.

Es wird eine neue Gesellschaft, die P&R Transport Container GmbH, gegründet. Diese soll ab sofort für die Produktprospekte verantwortlich sein. Die alte Vertriebsgesellschaft in Deutschland soll nur noch für die alten Bestandskunden zuständig sein.

Ein weiterer Wendepunkt ist der Mai 2016, als Werner F. überraschend verstorben ist. Das Phantom Heinz R. kam umgehend aus der Karibik zurück. Dieser entließ als erste Handlung den Vertriebsvorstand Wolfgang S. Das Vertrauen der Belegschaft war wieder gewonnen. Weiterhin war der Verkauf von neuen Produkten durch die Bafin verboten, denn die Prospektbilligung war noch nicht genehmigt.

Das Ziel des Bafin-Verfahrens ist, den Schutz für Kleinanleger zu verbessern und die Anleger besser über Finanzprodukte zu informieren. Nachdem die Bafin die Produktprospekte der P&R schlussendlich freigab, fühlten sich die Anleger wieder beruhigt.

30:55 Die Bafin

Laut Schick sagt der Stempel der Finanzbehörde leider nichts aus. Die Prospekte werden nicht inhaltlich geprüft. Die Bafin prüft laut Gesetz nur auf Kohärenz, Vollständigkeit und Verständlichkeit sowie Widerspruchsfreiheit innerhalb eines Angebots. Schaut man sich die P&R Prospekte der verschiedenen Jahre an, dann ist eine Inkonsistenz ersichtlich. Doch die Bafin hat dies nicht getan und ist dazu auch nicht verpflichtet.

Loipfinger erkennt Mietunterdeckungen in 3-stelliger Millionenhöhe – er spricht von 130 bis 150 Millionen Euro pro Jahr fehlender Mieteinnahmen. Die Bafin hat diese Unterdeckung nicht hinterfragt. Er wirft dieses Versäumnis der Bafin vor.

Die Bafin selbst ist nicht haftbar gegenüber den Anlegern. Erst wenn die Bafin ein großes Unternehmen wie die P&R zu Unrecht schließen würden, dann wäre die Bafin haftbar gegenüber den Anlegern. Die Anleger sind wütend auf den Staat und die Bafin. Der angebliche Verbraucherschutz ist schlichtweg nicht vorhanden.

35:22 Rauschender Absturz

Die P&R war schlussendlich wegen der fehlerhaften Prospekte für 2 Monate ohne Neugeschäft. Heinz R. hat Herr Maier den Vorstandsvorsitz vorgeschlagen. Dieser hat 2 Bedingungen an das Angebot geknüpft:

  • 3-köpfiger Vorstand, um das 6-Augen-Prinzip zu gewährleisten
  • Er will die Zahlen in der Schweiz einsehen

Die Reaktion von Heinz R. auf diese Forderungen haben bei Maier Verunsicherung ausgelöst. Umgehend wurde ein Vertriebsmitarbeiter zum Vorstand ernannt. Genauso plötzlich kündigte der Prokurist der Schweizer P&R.

Die Zahlen sehen schlecht aus und die P&R leidet unter akutem Geldmangel. Erstmalig nach 41 Jahren muss die P&R die Auszahlungen an die Anleger um einen Monat nach hinten schieben. Es zählt jeder Tag. Die Lösung: Es werden Container verkauft, die eigentlich den Anlegern gehören. So kann Heinz R. die Kunden auszahlen. Doch im Februar 2018 konnten die Ausschüttungen wieder nicht ausgezahlt werden.

Die Situation wird heiß. Es erreichen stapelweise Briefe das Haus in Grünwald, das Telefon klingelt ohne Pause und verärgerte Anleger erscheinen persönlich am Haus. So wurde ein privater Sicherheitsdienst beauftragt. Heinz R. verschanzt sich und tut nichts. Er stellt sich als Opfer dar und gibt dem Markt sowie dem hohen Neugeschäft durch Werner F. die Schuld. Das Schicksal lässt sich nicht abwenden. Die P&R ist insolvent.

Monate später deckt der Insolvenzverwalter Michael Jaffé in München auf, dass 1 Million der Container fehlen und teils nie vorhanden waren.

39:45 Große Enttäuschung

Schicksale wie die von Konrad. Er ist auf die Rente angewiesen und verfügt derzeit nur über 770 Euro Erwerbsminderungsrente, denn er wurde durch einen Unfall berufsunfähig. Er fühlt sich alleine gelassen. Und fragt sich, ob er im falschen Land lebt. Er dachte, so etwas kann nie in Deutschland passieren.

Wer wird zur Rechenschaft gezogen? Niemand haftet!

Wolfgang S. stirbt sehr überraschend und auf ungeklärt Weise. Heinz R. muss in Untersuchungshaft, doch es wird nie ein Prozess veranlasst aufgrund seiner Krankheit. Dieser stirbt im Jahr 2019. Somit sind alle drei Hauptverdächtige verstorben.

Die Zahlen bei der Schweizer Firma sind nicht einsehbar und es nichts öffentlich bekannt. Es wurde bereits eine Anklage an den Schweizer Prokuristen erhoben. Doch ob das Hauptverfahren eröffnet wird, ist ungewiss.

Die Ermittlungen gegen den Sohn von Heinz R. werden fallengelassen sowie auch für den letzten Vorstand, da dieser erst ab 2017 im Amt war und angeblich nichts von dem Betrug wusste.

42:49 Keiner soll es gewesen sein?

Die geprellten Anleger wünschen sich ein Verfahren, die Verantwortlichen hinter Gittern sowie politische Konsequenzen. Doch es scheint so, als sei Finanzbetrug in Deutschland anscheinend in der Gesellschaft akzeptiert. Niemand hilft.

Durch diesen P&R Skandal wurden auch viele Fehler im System aufgedeckt, unter anderem die Grenzen der Bafin bei Anlagebetrug. Auch ist es fraglich, wenn die Wirtschaftsprüfer von den Firmen, die sie prüfen sollen, bezahlt werden. Mehr als 50.000 Anleger bleiben auf den Verlusten sitzen. Manche Anleger können es verkraften, andere trifft es sehr hart. Die offene Frage an den Gesetzgeber: Wer haftet?

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Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht sowie Erbrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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