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SeniVita Social Estate AG stellt Insolvenzantrag

Wie geht es weiter für Anleger der SeniVita Social Estate AG?

Nachdem erst vor wenigen Wochen die Dr. Wiesent Sozial gGmbh einen Insolvenzantrag gestellt hatte, folgt nun mit der SeniVita Social Estate AG ein verbundenes Unternehmen. Dort geht es um Anlegerkapital mit einem Volumen von fast 45 Millionen Euro.

Am 29. Januar wurde das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der SeniVita Social Estate AG unter dem Aktenzeichen IN 19/21 vom Amtsgericht Bayreuth eröffnet. Zuständiger, vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Dr. Hubert Ampferl, der Kanzlei Dr. Beck & Partner.

Das Geschäftsfeld der SeniVita Social Estate AG

Bei der SeniVita Social Estate AG handelt es sich um ein Unternehmen, welches im Bereich Pflegeeinrichtungen aktiv ist. Hier entwickelt die SeniVita Social Estate AG zum einen Pflegeeinrichtungen wie Pflegeheime oder Pflegewohnungen, zum anderen werden die entsprechenden Einrichtungen anschließend betrieben.

Zur Finanzierung dieser Vorhaben wurde im Jahre 2015 seitens der SeniVita Social Estate AG eine Wandelanleihe aufgelegt. Anschließend haben Anleger insgesamt 44,6 Millionen Euro mittels dieses Rentenpapiers in das Unternehmen investiert. Dabei gab es schon in der Vergangenheit Verzögerungen bei der Rückzahlung des Kapitals und der Zinsen.

Bis heute steht zum Beispiel die eigentlich am 12. Mai 2020 fällige Rückzahlung der Wandelanleihe aus. Die Anleger stimmten stattdessen einer Verlängerung der Anleihelaufzeit um 5 Jahren, also bis 2025, zu.

Worum handelt es sich bei einer Wandelanleihe?

Beim Insolvenzverfahren über das Vermögen der zu 49,99 Prozent an der SeniVita Social Estate AG beteiligten Dr. Wiesent Sozial gGmbh geht es für Anleger um die Rückzahlung von Genussscheinen mit einem Volumen von etwa 30 Millionen Euro. Bei SeniVita Social Estate AG haben Anleger stattdessen in eine sogenannte Wandelanleihe investiert.

Bei einer Wandelanleihe, auch Convertible Bond genannt, handelt es sich um eine Unternehmensanleihe. Die Emission findet seitens einer Aktiengesellschaft statt. Im Normalfall ist die Wandelschuldverschreibung, wie die Wandelanleihe ebenfalls genannt wird, mit einem festen nominalen Zinssatz ausgestattet.

Die Besonderheit besteht darin, dass in der Regel der Inhaber das Recht hat, zu einem fest definierten Verhältnis Nominalbeträge der Anleihen in Aktien des Unternehmens einzutauschen. Auf dieser Basis haben Anleger bei solchen Wandelanleihen zumindest nicht den Nachteil wie bei Genussrechten, dass es sich um nachrangige Forderungen handeln würde.

Was können betroffene Anleger nun tun?

Trotz des Insolvenzverfahrens besteht das Ziel bei der SeniVita Social Estate AG laut des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Ampferl darin, den Betrieb der Pflegeeinrichtungen weiter aufrechtzuerhalten und einen neuen Investor zu suchen. Allerdings ist stark zu bezweifeln, dass – falls ein Investor gefunden wird – dieser für die aktuellen Forderungen der Anleger einstehen würde.

Anleger sollten daher nach der regulären Eröffnung des Insolvenzverfahrens ihre Forderungen anmelden. Dies muss beim Insolvenzverwalter geschehen, damit die Forderungen in die Insolvenztabelle eingetragen werden können.

Darüber hinaus sollte ein Rechtsanwalt prüfen, ob zum Beispiel Schadenersatzansprüche aufgrund fehlerhafter oder unvollständiger Emissionsprospekte möglich sind. Ferner steht die außerordentliche Kündigung der Wandelanleihen im Raum.

Aus diesen Gründen ist es ratsam, sich an eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei wie CDR-Legal zu wenden.

Die Anwaltskanzlei bietet Ihnen zunächst ein kostenloses Erstgespräch an, in dem Ihre Situation erörtert und Hinweise zum weiteren Vorgehen gegeben werden. Auf Ihren Wunsch hin vertritt Sie die Kanzlei CDR-Legal anschließend in allen Belangen bezüglich Ihrer Forderungen gegen die SeniVita Social Estate AG.

Anwältin & Autorin Corinna Ruppel – Lassen Sie sich helfen

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Insolvenzrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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