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BaFin ermittelt gegen Zinsportal Weltzins.de

Die BaFin prüft, ob das Portal Weltzins.de unerlaubte Finanzdienstleistungen anbietet

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Zinsportale sind bei manchen Anlegern beliebt, weil sie den Zugang zu ausländischen Banken ermöglichen, die einen höheren Zinssatz anbieten als deutsche Banken. Allerdings gibt es hier nicht nur seriöse Anbieter.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ermittelt aktuell gegen Weltzins.de, wegen des Verdachts unerlaubter Finanzdienstleistungen. Darüber hinaus kritisiert die Stiftung Warentest (Finanztest) das Portal scharf, unter anderem wegen eines gefälschten Logos.

Hintergrund: Was macht Weltzins.de?

Weltzins.de ist ein klassisches Zinsportal. Auf dem Online-Marktplatz haben Banken aus dem Ausland die Möglichkeit, unter anderem Festgelder, Tagesgelder sowie Fonds anzubieten. Anleger und Sparer aus Deutschland können ihr Geld bei den entsprechenden Kreditinstituten über das Portal Weltzins.de investieren.

Die Plattform wirbt unter anderem damit, dass sie mit einer Reihe ausländischer Banken kooperiert. Zudem würde stets die gesetzliche Einlagensicherung greifen. Die Anleger erhielten einen deutlich besseren Zins, als sie durchschnittlich bei deutschen Banken erhalten würden. Um dieses Angebot nutzen zu können, erhalten Kunden einen Zugang über das Portal.

BaFin ermittelt: Massive Vorwürfe gegen Weltzins.de

Aktuell hat die BaFin Ermittlungen gegenüber Weltzins.de aufgenommen, da keine Erlaubnis zum Betreiben von Bankgeschäften sowie zum Erbringen von Finanzdienstleistungen existiert. Dabei beruft sich die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auf den Paragraph 37 Abs. 4 des Kreditwesengesetzes.

Das ist allerdings nicht der einzige Vorwurf gegenüber dem Zinsportal, denn es gibt aktuell die folgenden Ungereimtheiten:

  • Keine Erlaubnis seitens der BaFin
  • Falsche Adresse (Impressum)
  • Gefälschtes Finanztest-Logo wird verwendet
  • Einige angebliche Kooperationspartner kennen das Zinsportal überhaupt nicht
  • Falsche Registriernummer der britischen Aufsichtsbehörde FCA

Stiftung Warentest spricht von Betrug und Lügen

Besonders massiv sind die Vorwürfe gegenüber Weltzins.de momentan seitens der Stiftung Warentest. In einem in der „Tochter-Zeitschrift“ Finanztest veröffentlichen Artikel lauten die Vorwürfe, dass der Anbieter in einigen Punkten schlichtweg lügt und zum Beispiel ein gefälschtes Finanztest-Logo verwenden würde.

Darüber hinaus gäbe es zahlreiche weitere Angaben seitens des Portals, mit denen zwar geworben wird, die allerdings ebenfalls falsch seien. Dieser Vorwurf wird unter anderem dadurch untermauert, dass einige von Finanztest befragte – angebliche – Kooperationspartner das Zinsportal nicht einmal kennen.

Ferner wird augenscheinlich eine falsche Registrierungsnummer der FCA angegeben. Anleger sollen sich anscheinend aufgrund der angeblichen Regulierung durch die britische Finanzaufsichtsbehörde in (trügerischer) Sicherheit wiegen.

Seitens der britischen Aufsichtsbehörde gibt es sogar die Einschätzung, dass es sich bei Weltzins.de lediglich um eine sogenannte Klonfirma handeln würde. Das würde bedeuten, dass zwar einige Daten korrekt sind, jedoch zu einer ganz anderen Firma gehören.

Was sollten Anleger jetzt tun?

Anleger sollten jetzt unbedingt tätig werden. Im ersten Schritt gilt es zu überprüfen, ob das investierte Kapital tatsächlich über Weltzins.de bei genau den Banken angelegt wurde, die vorgegeben waren. Darüber hinaus kann es ratsam sein, das Kapital – wenn möglich – umgehend abzuziehen.

Sollte dies nicht möglich sein oder stellt sich heraus, dass das Geld in anderweitige Kanäle geflossen ist? Dann sollten Sie umgehend eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwaltskanzlei wie CDR-Legal kontaktieren.

Bereits in einem kostenfreien, telefonischen Erstgespräch können Sie Ihr Anliegen erläutern und erhalten wertvolle Tipps. Unter anderem wird die Kanzlei CDR-Legal dann prüfen, ob eventuelle Schadensersatzansprüche gegen Weltzins.de oder Vermittler und Verkäufer existieren. Diesbezüglich kommt unter Umständen der Paragraph 826 BGB zum Tragen.

Anwältin & Autorin Corinna Ruppel – Lassen Sie sich helfen

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Insolvenzrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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