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Phishing 2023 – Diese Fake Mails & Fake SMS erhalten Santander-Kunden

In der digitalen Welt von heute sind Phishing-Mails und SMS ein zunehmendes Problem. Cyberkriminelle versuchen immer wieder, an wertvolle Daten zu kommen, um Betrug zu begehen. Aktuell häufen sich Fälle, in denen Kunden der Bank Santander Opfer von Phishing-Angriffen wurden. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie solche Betrugsversuche erkennen und sich davor schützen können. Sollten Sie bereits Opfer geworden sein, zeigen wir Ihnen, wie Sie möglicherweise Ihr verlorenes Geld zurückholen können.

18.12.2023: Aufforderung zur Anmeldung zum neuen Sicherheitsverfahren "My Santander Plus" (Fake E-Mail)

Über das Wochenende erreichte uns vermehrt eine Phishing-Mail, angeblich von der Santander, mit dem Betreff "Banking bei der Santander Bank ist nun noch sicherer!". Obwohl die Mail auf den ersten Blick seriös erscheint, fallen typische Fehler auf, wie fehlerhafte Groß- und Kleinschreibung und Doppelung des "+" im Sicherheitssystemnamen "MySantanderPlus+". Die Mail fordert zur Anmeldung für das neue Sicherheitsverfahren bis zum 14.12.2023 auf, indem man sich über den beigefügten Link im Online-Banking anmelden soll. Die unseriöse Absendeadresse und die Verlinkung sind weitere Hinweise auf einen Betrugsversuch. Seien Sie vorsichtig und klicken Sie nicht auf den Link. Verschieben Sie die Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner.


Achtung Fake: Diese E-Mail ist Betrug
Santander Bank - My Santander Plus jetzt anmelden
© Verbraucherzentrale

26.06.2023: Zustimmungsbedürftige Anpassung über geänderte Vertragsanpassungen (Fake E-Mail)

Aktuell sind die Kunden der Santander Bank verstärkt Betrugsversuchen ausgesetzt. Diese Mail mit dem Betreff "Letztmalige Erinnerung - Vertragsänderung" beginnt mit einer persönlichen Anrede. Darin wird behauptet, dass ein Angebot zur Vertragsänderung vorliegt, das für eine langfristige Zusammenarbeit entscheidend sei. Wenn Sie dieser Forderung nicht über den beigefügten Link zustimmen, werden Sie kostenpflichtig schriftlich dazu aufgefordert. Um noch mehr Druck auf Sie auszuüben, wird der Link nur 24 Stunden gültig sein und Ihre Zustimmung innerhalb von zwei Tagen erforderlich sein. Wir empfehlen Ihnen daher, nicht auf diese E-Mail zu reagieren, sondern die Mail direkt in den Spam-Ordner zu legen.


Achtung Fake: Diese E-Mail ist Betrug
Santander Zustimmungsbefürtige Anpassung
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08.05.2023: Aktivierung MySantander App als Sicherheitsmaßnahme (Fake E-Mail)

Im Namen der spanischen Bank Santander wurden in der vergangenen Woche Mails mit dem Betreff "Aktivierung von MySantander Banking App" bzw. "Aktivierung von SantanderSign" an die Kundschaft versendet. In der Phishing-Mail wird unter Androhung der Deadline 1. Mai auf die Aktualisierung des Websicherheitssystems aufmerksam gemacht. Der angebliche Aktivierungsprozess dauert nur zwei Minuten und ist über den angehängten Link erreichbar. Wir empfehlen Ihnen, diese Mail zu ignorieren und in den Papierkorb zu schieben.


Achtung Fake: Diese E-Mail ist Betrug
Santander Aktivierung MySantander App
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20.03.2023: Bestätigung Vertragsänderungen innerhalb von 24 Stunden (Fake E-Mail)

In dieser Woche wurden Santander Bankkunden erneut das Ziel von Betrügern. Wir haben Berichte über E-Mails erhalten, die im Namen der Santander Bank versendet wurden und den Betreff "Letztmalige Erinnerung-Vertragsänderung" tragen. Der Inhalt der E-Mail bezieht sich auf eine angebliche Vertragsänderung, für die die Zustimmung der Kunden über einen beigefügten persönlichen Link erforderlich ist, um eine langfristige Zusammenarbeit zu gewährleisten. Die E-Mail gibt an, dass der Link nur 24 Stunden gültig ist und dass bei Nichtzustimmung innerhalb von 2 Tagen Kosten entstehen. Wir empfehlen dringend, diese Art von E-Mails unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben.


Achtung Fake: Diese E-Mail ist Betrug
Santander Zustimmung Vetragsbedingungen
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Erkennen von Phishing-Mails und SMS

Phishing-Mails und SMS geben sich häufig als offizielle Nachrichten von Banken oder anderen Dienstleistern aus. Sie enthalten oft einen Link, der Sie zu einer gefälschten Webseite führt. Dort werden Sie aufgefordert, Ihre Kontodaten oder Passwörter einzugeben. Um solche Betrugsversuche zu erkennen, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Die Anrede: Phishing-Nachrichten verwenden oft allgemeine Formulierungen wie “Sehr geehrter Kunde”. Ihre Bank oder Ihr Dienstleister wird Sie normalerweise mit Ihrem Namen ansprechen.
  • Der Absender: Überprüfen Sie die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer des Absenders. Wenn diese verdächtig aussieht oder Ihnen unbekannt ist, handelt es sich wahrscheinlich um Phishing.
  • Rechtschreib- und Grammatikfehler: Viele Phishing-Nachrichten enthalten auffällige Rechtschreib- und Grammatikfehler.
  • Aufforderung zur Eingabe von Daten: Ihre Bank wird Sie niemals per E-Mail oder SMS auffordern, sensible Daten wie Ihr Passwort oder Ihre PIN einzugeben.
  • Was tun, wenn Sie eine Phishing-Nachricht erhalten haben?

Wenn Sie eine verdächtige Nachricht erhalten haben, sollten Sie diese keinesfalls ignorieren. Melden Sie den Vorfall Ihrer Bank und der Verbraucherzentrale. Öffnen Sie keine Links und geben Sie keine Daten ein. Wenn Sie bereits auf eine Phishing-Nachricht reagiert haben, sollten Sie sofort Ihre Bank kontaktieren und Ihr Konto sperren lassen.

Hilfe für Betroffene von Phishing-Betrug

Wenn Sie Opfer von Phishing geworden sind und dadurch Geld verloren haben, besteht möglicherweise die Möglichkeit, dieses zurückzuholen. Als erfahrener Rechtsanwalt kann ich Ihnen dabei helfen, Schadensersatz von Ihrer Bank zu fordern. Denn diese hat eine Sorgfaltspflicht und muss sicherstellen, dass Ihr Konto vor Betrug geschützt ist. Wenn sie dieser Pflicht nicht nachkommt, kann sie zur Zahlung von Schadensersatz verpflichtet sein.

RA Corinna D. Ruppel (LL.M.) - cdr-legal.de

RA Corinna D. Ruppel (LL.M.)

4,9 (388)

RA Corinna D. Ruppel (LL.M.) berät und begleitet Sie im Bankrecht, im Erbrecht, im Kapitalmarktrecht und im Insolvenzrecht. Rechtsanwältin Ruppel ist Spezialistin im Prüfen, Durchsetzen und Abwehren von Forderungen. Seit 2013 ist Frau Ruppel Inhaberin der Kanzlei CDR Legal und hat bereits über 9.000 Erstberatungen erteilt und mehr als 2.000 Mandanten vertreten.

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