Aktuelle Fake-SMS & Fake-Mails

Kalenderwoche 9/2024: Warnmeldungen zu Phishing & Betrug per SMS & E-Mail

Die Phishing Meldungen der Kanzlei CDR Legal weisen Sie wöchentlich auf neue Fake-Mails und Fake-SMS hin. Die aktuellen Fakes werden bei Finanzinstituten, Zeitungen, Verbraucherschützern und aus den direkten Zuschriften gesammelt, die unsere Bankrechtsanwälte tagtäglich erhalten.

Welche Unternehmen dienen zur Tarnung beim Phishing? Die Betrüger versenden Phishing Mails und Phishing SMS im Namen einer großen Vielzahl von Unternehmen. Dazu gehören: 1&1, Advanzia Bank, Amazon, apoBank, Barclays, Bundesfinanzministerium, Bundespolizei, BW Bank, Comdirect, Consorsbank, Consors Finanz, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Disney+, DHL, DKB, DPD, Elster, Facebook, GMX, Google, Hanseatic Bank, Hermes, HypoVereinsbank, ING, Instagram, IONOS, KfW, Klarna, LBB, LBB Amazon, Lufthansa, McAfee, N26, Netflix, OLB, PayPal, Postbank, PSD Bank, Santander, Sparda Bank, Sparkasse, Spotify, Strato, Targobank, Telekom, TF Bank, UPS, Vinted, Volksbank, Volkswagen Bank, Web.de, Zalando.

Fake-SMS & Fake-Mails 26.02.2024 – 03.03.2024 (KW9)

Netflix Phishing: Fake E-Mail

Probleme mit Zahlung

Zum Wochenende erreichte uns eine Phishing-E-Mail angeblich vom Streaming-Anbieter Netflix. Die E-Mail fordert zur Bestätigung von Rechnungsinformationen auf, andernfalls droht angeblich die endgültige Kontoschließung und eine Gebühr von 39,99 €. Die Betrüger warnen sogar vor zusätzlichen Bankmaßnahmen, um Überweisungen zu bestätigen. Dies ist ein gefährlicher Betrugsversuch. Ignorieren Sie die Drohungen und kontaktieren Sie Netflix bei Unsicherheit. Wir empfehlen Ihnen, die E-Mail in den Spam-Ordner zu packen.


Achtung Fake: Diese E-Mail ist Betrug
Netflix Probleme mit Zahlung
© Verbraucherzentrale

TF Bank Phishing: Fake E-Mail

Maximale Sicherheit für Daten

Heute haben wir vermehrt eine E-Mail im Auftrag der TF Bank erhalten, die dringend zur sofortigen Aktualisierung Ihrer persönlichen Kontodaten auffordert. Die Aktualisierung muss innerhalb der nächsten 48 Stunden erfolgen und verspricht erhöhte Sicherheit und Effizienz. Es wird mit einer temporären Sperrung Ihres Kontos gedroht, falls Sie nicht unverzüglich handeln. Die falsch platzierten Satzzeichen bei der wenig persönlichen Anrede lassen auf einen Betrugsversuch schließen. Wir raten Ihnen dringend davon ab, auf diese Anfrage zu reagieren, und empfehlen, verdächtige E-Mails stets unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben.


Achtung Fake: Diese E-Mail ist Betrug
TF Bank maximale Sicherheit Datensicherheit

DKB Phishing: Fake E-Mail

Anmeldedaten aktualisieren

Die Kunden der DKB sind aktuell stark von Phishing betroffen. Eine weitere E-Mail behauptet, dass Ihr "Online-Banking-Profil" aus "Sicherheitsgründen" deaktiviert wurde. Es wird gesagt, dass "neue Regelungen" eine regelmäßige Datenbestätigung erfordern, um "unbefugte Kontonutzung" und "Geldwäsche" zu bekämpfen. Die Aktualisierung sei notwendig, um Ihr Konto und Ihre Karte offenzuhalten. Wenn Sie der Aufforderung nicht folgen, haben Sie nur eingeschränkten Zugriff auf "Funktionen". Die Betrüger versuchen, Sie unter Druck zu setzen. Folgen Sie nicht der Aufforderung und verschieben Sie die E-Mail in den Spam-Ordner.


Achtung Fake: Diese E-Mail ist Betrug
DKB Anmeledaten aktualisieren
© Verbraucherzentrale

ING Phishing: Fake E-Mail

Konto fälschlicherweise zweimal belastet

Vor dem Wochenende haben Kunden der ING Phishing-E-Mails mit dem Betreff "Aktion erforderlich!" erhalten. Es wird behauptet, dass das Konto beim Einkauf angeblich zweimal belastet wurde. Um dies zu korrigieren, soll eine Transaktion per angehängtem Link storniert werden. Es wird von einem Aufwand von 2 Minuten gesprochen. Die unpersönliche Anrede und die fehlerhafte Absenderadresse verraten, dass es sich um Betrug handelt. Die Betrüger versuchen, Sie mit einer erfundenen Geschichte dazu zu bringen, auf den Link zu klicken und Ihre Daten preiszugeben. Ignorieren Sie die Aufforderung und verschieben Sie die E-Mail in den Spam-Ordner, um Ihre sensiblen Daten zu schützen.


Achtung Fake: Diese E-Mail ist Betrug
INg Konto zweimal belastet
© Verbraucherzentrale

DKB Phishing: Fake E-Mail

Konto gesperrt

Vor kurzem haben einige Kunden der Deutschen Kreditbank (DKB) betrügerische E-Mails erhalten. In der Mail wird kurz und knapp behauptet, dass das Kundenkonto angeblich gesperrt wurde. Es wird eine Freischalt-Option angeboten. Dafür soll auf den beigefügten Link geklickt werden und die Kontodaten können so überprüft werden. Fallen Sie nicht auf diese Mail herein. Löschen Sie die E-Mail und verschieben Sie sie in den Spam-Ordner.


Achtung Fake: Diese E-Mail ist Betrug
DKB Konto gesperrt
© Verbraucherzentrale

Was ist Phishing?

Phishing ist eine digitale Methode zum Diebstahl von Adress- und Zugangsdaten. Die Betrüger verschicken massenweise Fake-E-Mails und Fake-SMS. Der Absender wirkt seriös auf den Empfänger. Die E-Mail oder SMS kommt z.B. von der eigenen Bank oder von einem bekannten Paketdienstleister. In Wirklichkeit sitzt der Empfänger einer Täuschung auf. Im Anschluss folgt oft ein Online Banking Betrug oder der Betroffene wird als Finanzagent zur Geldwäsche missbraucht.

Was ist Online Banking Betrug?

Online Banking Betrug ist ein Betrugsdelikt, bei dem Betrüger in die Online Banking Umgebung der Betroffenen eindringen. Dort werden Einstellungen für Benachrichtigungen und Zugangsdaten geändert. Vor dem Delikt erhöhen die Täter das Kontolimit. Anschließend werden Transaktionen auf Fremdkonten veranlasst. Zur Autorisierung werden Schadsoftwares (z.B. Trojaner) oder andere Betrugsmaschen genutzt. Alternativ werden dritte Zahlungsdienstleister wie Apple Pay aktiviert, um die Autorisierung einzelner Transaktionen zu umgehen.

Was ist ein Finanzagent?

Finanzagenten sind Personen, deren Bankkonten von Betrügern zur Geldwäsche genutzt werden. In Onlinebetrügereien nehmen Finanzagenten meist eine Hauptrolle ein. Denn Betrugsdelikte sind hierzulande ohne Deutsches Zwischenkonto kaum durchführbar. Entweder werden bestehende Bankkonten missbraucht oder neue Konten unter falschem Namen eröffnet. Im ersten Fall setzen die Täter z.B. Phishing-Methoden ein, um an die Zugangsdaten zu gelangen. Im zweiten Fall sammeln die Betrüger z.B. Ausweisdokumente und eröffnen per Video-Ident-Verfahren neue Bankkonten.

Wer haftet bei Phishing?

Die Haftung beim Phishing hängt weitestgehend vom Einzelfall ab. Wichtig ist zunächst zu klären, wem ein Schaden entstanden ist. Beispielsweise ist dies beim Phishing zum Online Banking Betrug offensichtlich der Kontoinhaber. Diesem wurde das Geld vom Konto gestohlen. Weil der Betrüger im Verborgenen agiert, ist dieser meist nicht ermittelbar.

Muss der Kontoinhaber auf dem Schaden sitzen bleiben? In der Regel: Nein. Denn die Bank als dritte Partei im Betrugsfall hat ihrerseits Pflichten zur Betrugsbekämpfung zu erfüllen. Die Bank muss insbesondere dafür Sorge tragen, dass ihre Sicherheits- und Überwachungssysteme dem Stand der Technik entsprechen und ohne Fehler und Lücken funktionieren. Ungewöhnliche Logins und Transaktionen in Ihrem Konto müssen von daher erkannt und Ihr Konto schnell gesperrt werden.

Meist wollen Banken die eigene Haftung umgehen. Indem sie dem Kontoinhaber z.B. nach einer undurchsichtigen Prüfung mitteilen, dieser hätte die Transaktion selbst autorisiert. Rechtlich hätte der Kontoinhaber also seine Sorgfaltspflicht verletzt und müsse den Schaden selbst tragen. In der Praxis bestehen jedoch oft bankseitige Sicherheitsmängel, welche zumindest eine Teilhaftung der Bank erlauben. Unter gewissen Umständen muss die Bank sogar voll haften und den Schaden komplett ersetzen.

Was tun bei Phishing?

Hat Sie eine Phishing-Mail oder Phishing-SMS erreicht, sollten Sie das Phishing melden. Die betrügerische E-Mail bzw. ein Bildschirmfoto der Fake-SMS sollten Sie an das echte Unternehmen weiterleiten, als das sich die Betrüger ausgeben. Zudem können Sie andere Betroffene warnen, indem Sie das Fake diese auf die Phishing Meldungen von CDR Legal aufmerksam machen. Wir aktualisieren die Meldungen auf dieser Seite einmal pro Woche.

Hat das Phishing bereits zum Schadensfall geführt, sollten Sie umgehend einen Rechtsanwalt mit Expertise im Bankrecht einschalten. Als Kanzlei CDR Legal vertreten unsere Rechtsanwälte bundesweit Mandanten in Phishing-Angelegenheiten. Für eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Situation rufen Sie uns gerne direkt an oder hinterlassen Sie uns eine kurze Nachricht per Online-Formular. Falls Sie uns die Klärung Ihres Einzelfalls anvertrauen möchten, setzen wir die Schadensersatzansprüche gegenüber Ihrer Bank gerne für Sie durch.

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RA Corinna D. Ruppel (LL.M.)

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RA Corinna D. Ruppel (LL.M.) nutzt ihre Fachexpertise, um Sie in allen Fragen des Bank- und Erbrechts sowie des Kapitalmarkt- und Insolvenzrechts zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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