Aktuelle Fake-SMS & Fake-Mails
Warnmeldungen zu Phishing & Betrug per SMS & E-Mail, aktualisiert am 02.09.2026
Die Phishing Meldungen der Kanzlei CDR Legal weisen Sie wöchentlich auf neue Fake-Mails und Fake-SMS hin. Die aktuellen Fakes werden bei Finanzinstituten, Zeitungen, Verbraucherschützern und aus den direkten Zuschriften gesammelt, die unsere Bankrechtsanwälte tagtäglich erhalten.
Welche Unternehmen dienen zur Tarnung beim Phishing? Die Betrüger versenden Phishing Mails und Phishing SMS im Namen einer großen Vielzahl von Unternehmen. Dazu gehören: 1 & 1, ADAC, Advanzia Bank, Allianz, Amazon, AOK, apoBank, Apple iCloud, Barclays, Booking.com, Bundesfinanzministerium, Bundespolizei, Bundeszentralamt für Steuern, BW Bank, C24 Bank, Comdirect, Commerzbank, Consors Finanz, Consorsbank, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Deutsche Rentenversicherung, DHL, Disney+, DKB, DPD, Elster, Facebook, Fedex, Finanzamt, GLS, GMX, Google, Hanseatic Bank, Hermes, HypoVereinsbank, IHK, ING, Instagram, IONOS, KfW, Klarna, Kleinanzeigen, Kraftfahrt-Bundesamt, LBB, LBB Amazon, Lufthansa, McAfee, Microsoft Outlook, N26, Netflix, OLB, PayPal, Postbank, PSD Bank, Raiffeisen Bank, Santander, Schufa, Sparda Bank, Sparkasse, Spotify, Strato, SumUp, Targobank, Telekom, TF Bank, UPS, Vinted, Volksbank, Volkswagen Bank, Web.de, YouTube, Zalando.
Fake-SMS & Fake-Mails, aktualisiert am 02.09.2026
Santander Phishing Meldungen Phishing: Fake E-Mail
Angebliche Aktualisierung der Kontaktdaten
Derzeit kursieren E-Mails im Namen von Santander mit dem Betreff „Bitte aktualisieren Sie Ihre Kontodaten“. Die Nachrichten behaupten, dass die hinterlegten Kontaktdaten aus Sicherheitsgründen überprüft werden müssen, und enthalten einen Link, über den diese angebliche Prüfung durchgeführt werden soll. Auffällig ist dabei ein interner Widerspruch: Dieselbe Mail warnt die Empfänger gleichzeitig davor, Links aus unerwarteten E-Mails anzuklicken – und fordert genau das im gleichen Atemzug.
Das Ziel der Absender ist die Abgreifung persönlicher Zugangsdaten. Um Druck zu erzeugen und Vertrauen vorzutäuschen, ahmen die Mails das Erscheinungsbild echter Bankkorrespondenz nach. Erkennbar sind solche Nachrichten an der unpersönlichen Anrede, einer unseriösen Absenderadresse, die nichts mit einer offiziellen Santander-Domain gemein hat, sowie am eingebetteten Link zur angeblichen Datenprüfung. Der beschriebene Widerspruch innerhalb der Mail selbst ist ein weiteres deutliches Warnsignal. Klicken Sie den Link nicht an und verschieben Sie die Nachricht unbeantwortet in Ihren Spam-Ordner.

Elster Phishing Meldungen Phishing: Fake E-Mail
Gefälschte Nachzahlungsforderung per Link
Derzeit kursieren betrügerische E-Mails im Namen von ELSTER, dem offiziellen Online-Portal der deutschen Steuerverwaltung. Die Nachrichten tragen den Betreff „Zahlungsaufforderung zu Ihrer Steuererklarung 2025“ und behaupten, bei der Prüfung der Steuererklärung 2025 sei eine Abweichung festgestellt worden, die eine Nachzahlung von 729,00 Euro erforderlich mache. Zur Begleichung des Betrags sollen Empfänger ein vermeintliches ELSTER-Zahlungsportal aufrufen, das über einen Link in der E-Mail erreichbar ist. Als Frist wird der 7. September 2026 genannt.
Das Ziel der Absender ist es, durch eine konkrete Summe und eine knappe Frist Handlungsdruck zu erzeugen, der zum unbedachten Klicken auf den Link verleitet. ELSTER fordert Nachzahlungen grundsätzlich nicht per E-Mail mit eingebettetem Zahlungslink – ein solcher Link ist ein zuverlässiges Warnsignal. Hinzu kommen eine unpersönliche Anrede und eine Absenderadresse, die bei näherer Betrachtung keinen Bezug zu einer offiziellen Behördendomain hat. Verschieben Sie diese E-Mail unbeantwortet in Ihren Spam-Ordner.

Spotify Phishing Meldungen Phishing: Fake E-Mail
Angebliches Zahlungsproblem beim Abonnement
Derzeit kursieren E-Mails im Namen von Spotify, die behaupten, die letzte Abonnementzahlung sei fehlgeschlagen. Als Ursache werden wahlweise eine abgelaufene Zahlungsmethode, eine Ablehnung durch die Bank oder geänderte Rechnungsdaten genannt. Die Empfänger sollen über einen eingebetteten Link ihre Zahlungsdaten aktualisieren.
Das Ziel der Absender ist es, durch vorgetäuschten Handlungsdruck an sensible Konto- und Zahlungsdaten zu gelangen. Bereits beim flüchtigen Lesen fallen mehrere Warnsignale auf: Die Nachricht spricht die Empfänger nicht persönlich an, kommt von einer Absenderadresse, die nichts mit Spotify zu tun hat, zeigt ein fehlerhaft dargestelltes Logo und enthält auffällig viele Rechtschreibfehler. Klicken Sie keinen Link in einer solchen Mail – verschieben Sie die Nachricht unbeantwortet in den Spam-Ordner.

Sparkasse Phishing Meldungen Phishing: Fake E-Mail
Angeblich dringendes App-Update erforderlich
Derzeit kursieren E-Mails im Namen der Sparkasse mit dem Betreff „Update dringend erforderlich!“. Darin behaupten die Absender, für die S-pushTAN-Online-App sei ein sicherheitsrelevantes Update sofort nötig – andernfalls sei der Kontozugang gefährdet. Ein Button in der Mail soll das angebliche Update auslösen.
Das eigentliche Ziel ist es, durch Zeitdruck und die Andeutung eines Sicherheitsrisikos zur unüberlegten Reaktion zu verleiten. Typisch für solche Nachrichten: Sie sprechen Empfänger nicht persönlich an, stammen von einer Adresse, die klar nicht zur Sparkasse gehört, und enthalten einen Link, den Sie keinesfalls anklicken sollten. Verschieben Sie die Nachricht unbeantwortet in den Spam-Ordner.

Apple iCloud Phishing Meldungen Phishing: Fake E-Mail
Angebliches Zahlungsproblem beim Abonnement
Derzeit kursieren E-Mails im Namen von Apple mit dem Betreff „Zahlung fehlgeschlagen!“. Die Nachrichten behaupten, bei der Verlängerung eines Abonnements sei ein Zahlungsproblem aufgetreten, und fordern die Empfänger auf, ihre Zahlungsdaten über einen enthaltenen Link umgehend zu aktualisieren – andernfalls drohe eine Unterbrechung bestehender Abonnements. Konkrete Angaben dazu, welches Abonnement betroffen ist oder worin das Problem genau besteht, fehlen vollständig.
Das Ziel der Absender ist es, durch künstlichen Zeitdruck und die Angst vor gesperrten Diensten zu einer schnellen Reaktion zu verleiten. Typisch für solche Nachrichten: Sie werden ohne persönliche Anrede verschickt, die Absenderadresse hat erkennbar nichts mit Apple zu tun, und der enthaltene Link führt nicht auf offizielle Apple-Seiten. Apple selbst nennt bei echten Zahlungsproblemen immer das betroffene Produkt und die Art des Fehlers. Verschieben Sie die E-Mail unbeantwortet in Ihren Spam-Ordner und klicken Sie keinesfalls auf den enthaltenen Link.

Postbank Phishing Meldungen Phishing: Fake E-Mail
Drohung mit BestSign-Sperrung
Derzeit kursieren E-Mails im Namen der Postbank, die behaupten, die BestSign-Funktion des Empfängers sei abgelaufen und müsse innerhalb von 24 Stunden erneuert werden. Die Nachrichten sind als offizieller „Sicherheitsbrief“ aufgemacht, enthalten eine Referenznummer und kündigen an, alle BestSign-Dienste zu sperren, falls keine Reaktion erfolgt. Am Ende der Mail findet sich ein Link zu einem angeblich sicheren Portal.
Das Ziel der Absender ist es, durch künstliche Dringlichkeit und die Drohung mit einem Nutzungsverlust zum schnellen Handeln zu drängen. Typisch für solche Nachrichten: Die Anrede ist unpersönlich gehalten, die Absenderadresse hat keinen erkennbaren Bezug zur Postbank, und Referenznummer sowie der Begriff „Sicherheitsbrief“ sollen lediglich Seriosität vortäuschen. Die echte Postbank fordert Sie grundsätzlich nicht per E-Mail auf, Ihre BestSign-Funktion über einen eingebetteten Link zu erneuern. Verschieben Sie die Mail unbeantwortet in den Spam-Ordner.

Was ist Phishing?
Phishing ist eine digitale Methode zum Diebstahl von Adress- und Zugangsdaten. Die Betrüger verschicken massenweise Fake-E-Mails und Fake-SMS. Der Absender wirkt seriös auf den Empfänger. Die E-Mail oder SMS kommt z.B. von der eigenen Bank oder von einem bekannten Paketdienstleister. In Wirklichkeit sitzt der Empfänger einer Täuschung auf. Im Anschluss folgt oft ein Online Banking Betrug oder der Betroffene wird als Finanzagent zur Geldwäsche missbraucht.
Was ist Online Banking Betrug?
Online Banking Betrug ist ein Betrugsdelikt, bei dem Betrüger in die Online Banking Umgebung der Betroffenen eindringen. Dort werden Einstellungen für Benachrichtigungen und Zugangsdaten geändert. Vor dem Delikt erhöhen die Täter das Kontolimit. Anschließend werden Transaktionen auf Fremdkonten veranlasst. Zur Autorisierung werden Schadsoftwares (z.B. Trojaner) oder andere Betrugsmaschen genutzt. Alternativ werden dritte Zahlungsdienstleister wie Apple Pay aktiviert, um die Autorisierung einzelner Transaktionen zu umgehen.
Was ist ein Finanzagent?
Finanzagenten sind Personen, deren Bankkonten von Betrügern zur Geldwäsche genutzt werden. In Onlinebetrügereien nehmen Finanzagenten meist eine Hauptrolle ein. Denn Betrugsdelikte sind hierzulande ohne Deutsches Zwischenkonto kaum durchführbar. Entweder werden bestehende Bankkonten missbraucht oder neue Konten unter falschem Namen eröffnet. Im ersten Fall setzen die Täter z.B. Phishing-Methoden ein, um an die Zugangsdaten zu gelangen. Im zweiten Fall sammeln die Betrüger z.B. Ausweisdokumente und eröffnen per Video-Ident-Verfahren neue Bankkonten.
Wer haftet bei Phishing?
Die Haftung beim Phishing hängt weitestgehend vom Einzelfall ab. Wichtig ist zunächst zu klären, wem ein Schaden entstanden ist. Beispielsweise ist dies beim Phishing zum Online Banking Betrug offensichtlich der Kontoinhaber. Diesem wurde das Geld vom Konto gestohlen. Weil der Betrüger im Verborgenen agiert, ist dieser meist nicht ermittelbar.
Muss der Kontoinhaber auf dem Schaden sitzen bleiben? In der Regel: Nein. Denn die Bank als dritte Partei im Betrugsfall hat ihrerseits Pflichten zur Betrugsbekämpfung zu erfüllen. Die Bank muss insbesondere dafür Sorge tragen, dass ihre Sicherheits- und Überwachungssysteme dem Stand der Technik entsprechen und ohne Fehler und Lücken funktionieren. Ungewöhnliche Logins und Transaktionen in Ihrem Konto müssen von daher erkannt und Ihr Konto schnell gesperrt werden.
Meist wollen Banken die eigene Haftung umgehen. Indem sie dem Kontoinhaber z.B. nach einer undurchsichtigen Prüfung mitteilen, dieser hätte die Transaktion selbst autorisiert. Rechtlich hätte der Kontoinhaber also seine Sorgfaltspflicht verletzt und müsse den Schaden selbst tragen. In der Praxis bestehen jedoch oft bankseitige Sicherheitsmängel, welche zumindest eine Teilhaftung der Bank erlauben. Unter gewissen Umständen muss die Bank sogar voll haften und den Schaden komplett ersetzen.
Was tun bei Phishing?
Hat Sie eine Phishing-Mail oder Phishing-SMS erreicht, sollten Sie das Phishing melden. Die betrügerische E-Mail bzw. ein Bildschirmfoto der Fake-SMS sollten Sie an das echte Unternehmen weiterleiten, als das sich die Betrüger ausgeben. Zudem können Sie andere Betroffene warnen, indem Sie das Fake diese auf die Phishing Meldungen von CDR Legal aufmerksam machen. Wir aktualisieren die Meldungen auf dieser Seite einmal pro Woche.
Hat das Phishing bereits zum Schadensfall geführt, sollten Sie umgehend einen Rechtsanwalt mit Expertise im Bankrecht einschalten. Als Kanzlei CDR Legal vertreten unsere Rechtsanwälte bundesweit Mandanten in Phishing-Angelegenheiten. Für eine kostenlose Ersteinschätzung Ihrer Situation rufen Sie uns gerne direkt an oder hinterlassen Sie uns eine kurze Nachricht per Online-Formular. Falls Sie uns die Klärung Ihres Einzelfalls anvertrauen möchten, setzen wir die Schadensersatzansprüche gegenüber Ihrer Bank gerne für Sie durch.
RA Corinna D. Ruppel (LL.M.) berät und begleitet Sie im Bankrecht, im Erbrecht und im Kapitalmarktrecht. Rechtsanwältin Ruppel ist Spezialistin im Prüfen, Durchsetzen und Abwehren von Forderungen. Seit 2013 ist Frau Ruppel Inhaberin der Kanzlei CDR Legal und hat bereits über 9.000 Erstberatungen erteilt und mehr als 2.000 Mandanten vertreten.
