Corinna Ruppel Rechtsanwältin
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Zwangsversteigerung verhindern

So wenden Sie eine Zwangsversteigerung ab

Immobilieneigentümer lieben ihr Eigenheim, sodass eine drohende Zwangsversteigerung ein absolutes Horrorszenario darstellt. Wenn eine solche Maßnahme im Raum steht, gibt es Möglichkeiten die Zwangsversteigerung zu verhindern. Dazu ist es allerdings ratsam, einen kompetenten Anwalt mit der entsprechenden Vertretung zu beauftragen.

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Das Wichtigste im Überblick

  • Wenn Sie eine Zwangsversteigerung verhindern möchten, sollten Sie unbedingt einen Antrag nach Paragraph 30a ZVG stellen
  • Damit dem Antrag stattgegeben wird, müssen Sie als Schuldner schutzwürdig sein und dementsprechend einige Bedingungen erfüllen
  • Eine weitere Voraussetzung für die Verhinderung der Zwangsversteigerung ist, dass der Gläubiger dadurch keine unverhältnismäßig hohen Nachteile hat
  • Da der Einstellungsantrag nach Paragraph 30a ZVG keine einfache Angelegenheit ist, ist in der Regel die Unterstützung durch einen Rechtsanwalt sinnvoll

Wie lässt sich eine Zwangsversteigerung verhindern?

Wenn Sie eine Zwangsversteigerung abwenden möchten, dann müssen Sie einen sogenannten Einstellungsantrag auf Grundlage des Paragraphen 30a ZVG (Zwangsversteigerungsgesetz) stellen. Dieser Antrag ist gegenüber dem Gericht zu stellen und in erster Linie zu zwei Zeitpunkten möglich, nämlich:

  • Beginn des Versteigerungsverfahrens
  • Beitritt neuer Gläubiger ins Verfahren

Der Einspruch gegen das Zwangsversteigerungsverfahren muss spätestens zwei Wochen nach Zustellung des entsprechenden Anordnungsbeschlusses erfolgen. Gute Aussichten auf eine Aufhebung des Zwangsversteigerungsverfahrens haben Sie insbesondere dann, wenn Sie der Forderung des Gläubigers nachweislich entsprechen können.

Was ist die Konsequenz eines Antrages gemäß Paragraph 30a ZVG?

Die Konsequenz eines Antrags auf Einstellung des Verfahrens ist im Idealfall, dass eine Aufhebung des Zwangsversteigerungsverfahrens stattfindet. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Zwangsversteigerungsverfahren komplett eingestellt wird. Stattdessen wird die anberaumte Zwangsversteigerung vorläufig ausgesetzt, maximal für sechs Monate.

Im Prinzip handelt es sich also in der Konsequenz eines erfolgreichen Antrages gemäß 30a ZVG um eine Schonfrist für den entsprechenden Schuldner. Innerhalb dieses Zeitraums hat er die Möglichkeit, die offenen Forderungen des Gläubigers zu begleichen. 

Sollte ihm das nicht gelingen, wird die Einstellung des Zwangsversteigerungsverfahrens rückgängig gemacht bzw. ist nichtig. Ab diesem Zeitpunkt haben die Gläubiger demnach erneut die Möglichkeit, das Zwangsversteigerungsverfahren durchführen zu lassen.

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Voraussetzungen für den Antrag nach Paragraph 30a ZVG

Es gibt im Wesentlichen vier Voraussetzungen, die Sie als Schuldner erfüllen müssen, damit Ihr Antrag nach Paragraph 30a ZVG Aussicht auf Erfolg hat, nämlich:

  • Antrag stellen
  • Es besteht die Aussicht, dass die Zwangsversteigerung verhindert werden kann
  • Schuldner muss schutzwürdig sein
  • Aussetzen der Zwangsversteigerung muss für Gläubiger zumutbar sein

Die erste Voraussetzung können Sie leicht erfüllen, nämlich indem Sie den entsprechenden Einstellungsantrag nach Paragraph 30a ZVG stellen. Es ist zwar keine spezielle Form vorgeschrieben, aber aus Beweisgründen ist ein schriftlicher Antrag empfehlenswert. Hier muss wiederum die Frist von maximal zwei Wochen ab der entsprechenden Zustellung seitens des Vollstreckungsgerichtes beachtet werden.

Eine weitere Voraussetzung besteht darin, dass Sie die Zwangsversteigerung voraussichtlich verhindern können. Das wiederum bedeutet in der Regel, dass sich die finanzielle Situation des Schuldners – beweisbar – innerhalb der kommenden zwölf Monate verbessern wird. So kann der Schuldner beispielsweise bei einer Bank einen neun Immobilienkredit beantragen und dementsprechend die Forderungen des Gläubigers begleichen. 

Eine Voraussetzung für einen erfolgreichen Einstellungsantrag ist ferner die sogenannte Schutzwürdigkeit des Schuldners. Es gibt in der Praxis mehrere Anhaltspunkte, die für eine solche Schutzwürdigkeit sprechen. Dazu zählen zum Beispiel: 

  • Zahlungsunfähigkeit aufgrund einer Erkrankung
  • Zahlungsunfähigkeit aufgrund eines Todesfalls in der Familie
  • Zahlungsunfähigkeit aufgrund – nicht verschuldeter – Arbeitslosigkeit

Liegt ein solcher Anlass vor, erfüllt das in der Regel die Schutzwürdigkeit des Schuldners. Gegen die Schutzwürdigkeit des Schuldners kann jedoch stehen, dass die Einstellung des Zwangsverfügungsverfahrens für den Gläubiger nicht zumutbar wäre.

Daher ist es eine weitere Voraussetzung, dass die Zumutbarkeit für den Gläubiger gegeben sein muss. Das wäre beispielsweise in der Regel nicht der Fall, wenn zum Beispiel bereits Zinsrückstände bestehen oder der Gläubiger eigene (dringende) Verpflichtungen hat. Davon abgesehen hat das Gericht jederzeit die Möglichkeit, die Einstellung des Zwangsversteigerungsverfahrens von weiteren Auflagen abhängig zu machen.

Wann bestehen gute Chancen auf die Einstellung nach Paragraph 30a ZVG?

Die zuvor genannten Voraussetzungen führen dazu, dass eine Einstellung des Zwangsversteigerungsverfahrens nach Paragraph 30a ZVG insbesondere beim Vorliegen folgender Punkte Erfolg versprechend ist: 

  • Erhalt eines neuen Immobilienkredites zwecks Umschuldung
  • Schuldner kann die komplette Forderung begleichen
  • Einigung mit der Bank, sodass diese den Antrag auf Zwangsversteigerung zurückzieht

Wenn dies innerhalb von maximal sechs Monaten gelingt, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Zwangsversteigerung komplett und nachhaltig verhindert wird.

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So kann CDR Legal Ihnen helfen

Da der Antrag auf Einstellung eines Zwangsversteigerungsverfahrens keine einfache Angelegenheit ist, sollten Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Immerhin geht es um nicht weniger als Ihre eigene Immobilie, die Sie selbstverständlich nicht durch eine Zwangsversteigerung verlieren möchten. 

Empfehlenswert ist in dem Zusammenhang eine Kanzlei wie CDR-Legal, die sich auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert hat. Da das Thema Zwangsversteigerung eindeutig in die Rubrik Bank- und Kapitalmarktrecht fällt, können Sie von einer fachlich qualifizierten und kompetenten Beratung sowie Betreuung ausgehen. 

Im kostenfreien, telefonischen Erstgespräch mit der Anwaltskanzlei können Sie Ihr Anliegen erläutern. Sie erhalten meistens sofort Ratschläge und wichtige Hinweise, zum Beispiel zum Antrag nach Paragraph 30a ZVG.

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht und Erbrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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