Corinna Ruppel Rechtsanwältin
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Erbfolge, wenn keine Kinder vorhanden sind

Erbfolge ohne Kinder: Wer erbt, wenn keine Kinder da sind?

Falls ein Erblasser kein Testament hinterlässt, gilt automatisch die gesetzliche Erbfolge. Bei Verheirateten mit Kindern wird das Erbe nach dem Tod eines Elternteils unter dem Ehepartner und den Kindern aufgeteilt. Bei Alleinstehenden ohne Kinder hingegen kommen auch die Erben der nächsten Ordnung zum Zuge, beispielsweise die Eltern.

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Das Wichtigste im Überblick

  • Hinterlassen Alleinstehende ohne Kinder Vermögen, erben in erster Instanz die Eltern
  • Bei Verheirateten ist auch der entsprechende Ehepartner erbberechtigt
  • Bei der Erbfolge ohne Kinder und Ehegatten sind prinzipiell die nächsten Angehörigen an der Reihe, je nachdem, aus welcher Ordnung noch eventuelle Erben vorhanden sind

Wer erbt, wenn keine Kinder da sind: Die gesetzliche Erbfolge

Sollte ein Erblasser kein Testament hinterlassen, tritt automatisch die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Diese bestimmt, welche Angehörigen in diesem Fall einen Teil des Nachlasses erhalten. Dabei spielt in erster Linie die jeweilige Ordnung der Erben eine Rolle.

Erben der 1. Ordnung sind die Abkömmlinge des Erblassers, also die Kinder und Enkelkinder. Die es in diesem Fall natürlich nicht gibt.

Entscheidend sind daher die Erben 2. Ordnung. Zu diesen zählen dann die Eltern und die Geschwister des Erblassers. Es geht dann mit den Erben der 3. Ordnung weiter. Das sind die Großeltern und deren Angehörige. Die höherer Ordnung schließt die Erbberechtigung von Personen aus einer niedrigeren Ordnung stets aus.

Dazwischen schiebt sich allerdings der Ehepartner. In der vorgenannten Erbenordnung kommt er zwar nicht vor, für ihn gilt aber das sogenannte Sondererbrecht. Die Erbfolge ohne Kinder sieht bei Verheirateten vor, dass der Ehepartner in der Regel zum alleinigen Erben wird. Mit Kindern erhält er 50 % des Nachlasses.

Erbengemeinschaft

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Erbreihenfolge ohne Kinder: Ehepartner erbt keineswegs automatisch alles

Ein häufiger Irrtum im Rahmen der Erbschaft ohne Kinder ist bei Verheirateten, dass der Ehepartner beim Tod des Partners auch ohne Testament automatisch alles erben würde. Dem ist allerdings nicht so, denn normalerweise wird dann eine Erbengemeinschaft gebildet. Diese beinhaltet zum Beispiel die folgenden Personen:

  • Ehepartner
  • Eltern
  • Geschwister
  • Neffen und Nichten

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, wie sich kinderlose Ehepartner gegenseitig als Alleinerben einsetzen können, nämlich mittels eines Testaments. Damit wird die gesetzliche Erbfolge außer Kraft gesetzt. Die Regelung der gesetzlichen Erbfolge bei Ehepaaren ohne Kinder basiert insbesondere auf dem Paragraphen 1931 BGB.

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Pflichtteilsanspruch Anderer bei Ehepaaren ohne Kinder

Einerseits ist es für Ehepaare ohne Kinder empfehlenswert, sich wechselseitig per Testament als Alleinerben einzusetzen. Auf der einen Seite bedeutet das allerdings nicht automatisch, dass der überlebende Partner tatsächlich immer den gesamten Nachlass erbt. Zu beachten sind hier Pflichtteilsrechte.

In erster Linie sind es die Eltern des Verstorbenen (falls vorhanden), die gemäß  Paragraph 2303 Abs. 2 BGB einen Pflichtteilsanspruch haben. Dieses Recht haben die Eltern des Erblassers immer dann, wenn sie zum Beispiel durch ein sogenanntes Berliner Testament von der Erbfolge ausgeschlossen werden.

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Erbfolge ohne Kinder: Einige Beispiele

Im Rahmen der Erbfolge ohne Kinder gibt es eine Reihe möglicher Konstellationen und Beispiele, wer unter dieser Voraussetzung etwas vom Nachlass erhält. Einige Beispiele möchten wir an dieser Stelle nennen:

  • Alleinstehende ohne Kind, Eltern leben beide noch: Beide Elternteile erhalten jeweils 50 Prozent des Nachlasses
  • Alleinstehende ohne Kinder und ohne Eltern: Geschwister erben
  • Lediger mit Lebenspartnerin ohne Kinder: Eltern erben jeweils 50 Prozent

Kinderlose Tante stirbt: wer erbt?

Eine in der Praxis sehr häufige Konstellation tritt dann auf, wenn eine kinderlose Tante stirbt. Wer erbt in diesem Fall? Da die verstorbene Tante keine Kinder hatte, sind zunächst die Eltern erbberechtigt, falls sie noch leben. Sollte das nicht der Fall sein, würden an nächster Stelle die Geschwister der verstorbenen Tante erben.

Leben auch diese nicht mehr, treten dann Nichten und Neffen als Erben auf. Die Erbfolge bei einem kinderlosen Onkel sieht entsprechend exakt genauso aus wie bei einer kinderlosen Tante, die verstorben ist. Sowohl Tante und Onkel können selbstverständlich abweichende Regelungen treffen, indem sie ein Testament erstellen. Lediglich die Eltern des Erblassers hätten dann noch einen Pflichtteilsanspruch

Kinderlose Schwester stirbt: wer erbt?

Eine ebenfalls häufige Situation im Rahmen von Erbschaften besteht darin, dass eine kinderlose Schwester stirbt. Wer erbt in diesem Fall? Zunächst einmal ist festzuhalten, dass die Geschwister zur Kategorie der Erben 2. Ordnung zählen. Gleiches trifft auf die Eltern zu.

Sollten die Eltern nicht mehr leben, wenn eine kinderlose Schwester stirbt, würden die entsprechenden Geschwister den Nachlass erben. Gibt es auch keine Geschwister mehr, kommen die Kinder bzw. Enkel des Geschwisterteils zum Zuge. Die gleiche Antwort gilt bei der Frage: „Wer erbt, wenn ein kinderloser Bruder stirbt?“.

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So kann CDR Legal Ihnen beim Erben helfen

Gerade die Erbfolge ohne Kinder führt relativ häufig zu Erbauseinandersetzungen. Strittig ist dann zum Beispiel, ob die Geschwister des Verstorbenen den gesamten Nachlass erben oder noch weitere Angehörige einen Anspruch geltend machen können.

In dieser und anderen Situationen kann ein erfahrener Rechtsanwalt unterstützen und beraten. Die Kanzlei CDR Legal vertritt hier Ihre Rechte kompetent und zuverlässig. Sie können sich an die Anwaltskanzlei wenden und im Rahmen eines kostenlosen Erstgesprächs Ihren Fall besprechen. Gern übernimmt die Kanzlei auch die Durchsetzung Ihrer Rechte.

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht und Erbrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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