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Darlehensbetrug über Fake-Broker
Rechtsanwältin
Digitale Betrugsmaschen entwickeln sich rasant weiter – und eine besonders gefährliche Variante breitet sich aktuell bundesweit aus: Betrüger nutzen manipulierte Online-Brokerplattformen, um Verbraucher dazu zu bringen, unwissentlich Darlehen bei Banken abzuschließen. Unter den betroffenen Instituten finden sich vor allem die TargoBank, TeamBank (easyCredit) sowie die S-Kreditpartner GmbH.
Viele Geschädigte erfahren erst von dem Betrug, wenn sie zu Ratenzahlungen aufgefordert werden oder Mahnungen erhalten. Erfahren Sie in diesem Artikel, wie Sie sich verhalten sollten, wie die neue Betrugsmasche funktioniert und warum Sie anwaltliche Unterstützung suchen sollten.
Was sollten Betroffene tun?
Die Opfer des Darlehensbetrugs über gefälschte Investitionsplattformen stehen nach Entdeckung des Betrugs vor enormer Unsicherheit. Wichtig ist, nicht unüberlegt zu handeln. Die nächsten Schritte entscheiden maßgeblich über den Ausgang des Falls.
1. Bank informieren – aber Zahlungen nicht ungeprüft fortsetzen
Informieren Sie als Erstes Ihre Bank über den Vorfall. Außerdem sollten Sie die Raten nicht vorschnell weiterzahlen, bevor der Sachverhalt anwaltlich geprüft wurde. In vielen Situationen kann es strategisch sinnvoll sein, zunächst keine weiteren Zahlungen zu leisten und die Bank aufzufordern, ihre Forderung gerichtlich durchzusetzen. Im Prozess lässt sich unter Umständen detailliert begründen, dass keine wirksame Zustimmung zum Darlehensvertrag vorlag. Dies sollten Sie jedoch vorab von einem erfahrenen Rechtsanwalt überprüfen lassen.
Die Kanzlei CDR Legal ist auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisiert und verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Vertretung geschädigter Verbraucher. Wir haben bereits zahlreiche Mandanten erfolgreich unterstützt, die Opfer von Identitäts- oder Kreditbetrug geworden sind – und wissen genau, welche Schritte notwendig sind, um unberechtigte Forderungen effektiv abzuwehren.
2. Rechtliche Verteidigungsmöglichkeiten nutzen
Für die Abwehr unberechtigter Forderungen kommen unterschiedliche juristische Ansätze in Betracht, etwa:
- Anfechtung wegen arglistiger Täuschung
- Widerruf, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind
- Entreicherung (§ 818 Abs. 3 BGB), da das Geld nicht beim Opfer verblieben ist
Welche Strategie geeignet ist, hängt immer vom Einzelfall ab – eine spezialisierte Bewertung ist unerlässlich.
3. Kontakt zu den Tätern sofort abbrechen
Betrüger setzen Opfer häufig weiterhin unter Druck, fordern zusätzliche Zahlungen oder drohen mit angeblichen Konsequenzen. Diese Aussagen sind frei erfunden – reagieren Sie nicht darauf und leisten Sie keine weiteren Überweisungen.
So gehen die Täter vor – ein Blick hinter die Methode

Die Täter arbeiten mit einer erschreckenden Professionalität und kombinieren technische Manipulation mit psychologischem Druck. Typisch ist folgender Ablauf:
Gewinnversprechen und Kontakt über digitale Kanäle
Über Werbung, soziale Medien oder Nachrichten in Messenger-Apps machen die Betrüger die Verbraucher auf angebliche Investmentchancen aufmerksam. Die Täter geben sich als seriöse Anlageberater aus und erzeugen gezielt Vertrauen.
Scheinbare Erfolge durch kleine Auszahlungen
Ein zentrales Element dieser Betrugsmasche ist das bewusste Erzeugen eines frühen Erfolgserlebnisses. Nachdem die Täter das vermeintliche Investment vorgestellt haben, zahlen sie oft kleine Beträge auf das Konto der Opfer zurück – teilweise nur 20, 50 oder 100 Euro. Die Opfer entwickeln das Gefühl, dass die Plattform tatsächlich Gewinne erwirtschaftet.
Fernzugriff auf Endgeräte
Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden Betroffene gedrängt, Programme wie AnyDesk zu installieren. Die Täter erhalten dadurch weitreichenden Zugriff auf Computer oder Smartphone – und damit auf sensible Informationen, Bankunterlagen und persönliche Daten.
Die Kriminellen bauen über mehrere Tage oder Wochen hinweg ein starkes Vertrauensverhältnis auf. Sie wirken professionell, sprechen mit technischem Know-how und geben sich oft als persönliche „Investmentmanager“ aus. In dieser Rolle erklären sie den Opfern, dass für den nächsten Schritt – angeblich zur Optimierung der Anlage, zur Einrichtung eines Benutzerkontos oder zur Durchführung einer „Verifizierung“ – ein kurzer Zugriff auf den Computer notwendig sei, bevor der Gewinn verfalle.
Missbrauch des VideoIdent-Verfahrens
Anschließend weisen die Betrüger ihre Opfer an, ein Identifizierungsverfahren (z. B. über ID-Now) durchzuführen – angeblich zur Eröffnung eines Anlagekontos. In Wirklichkeit dienen diese Daten dazu, Kredite im Namen der Opfer zu beantragen. Da die Täter häufig eine eigene E-Mail-Adresse als Kontakt hinterlegen, erhalten Betroffene keine Kreditunterlagen und erfahren oft erst spät von den abgeschlossenen Verträgen.
Weiterleitung der Kreditmittel an die Täter
Nach Auszahlung des Darlehens veranlassen die Täter die sofortige Weiterüberweisung – angeblich als „Kapital für das Investment“. Die Opfer übergeben somit unwissentlich das komplette Darlehensvolumen. Erst wenn Mahnungen eintreffen oder die Bank die Rückzahlung verlangt, wird das Ausmaß des Betrugs offensichtlich.
Warum anwaltliche Hilfe jetzt entscheidend ist
Diese Fälle im Online Banking Betrug sind juristisch anspruchsvoll. Banken argumentieren regelmäßig, dass ein wirksamer Vertrag zustande gekommen sei. Um diesem Argument erfolgreich zu begegnen, braucht es eine präzise rechtliche Einordnung, umfangreiche Erfahrung im Bankrecht und die Fähigkeit, die komplexen Betrugsszenarien schlüssig aufzubereiten.
Die Kanzlei CDR Legal unterstützt Sie deutschlandweit dabei, unberechtigte Kreditforderungen abzuwehren. Dazu gehören:
- eine sorgfältige Prüfung der Darlehensunterlagen und des gesamten Sachverhalts
- die vollständige Kommunikation mit der Bank
- die gerichtliche Vertretung, falls der Fall vor Gericht geklärt werden muss
- die Entwicklung einer individuellen Verteidigungsstrategie
- die Durchsetzung Ihrer Rechte gegenüber dem Kreditinstitut
Viele dieser Verfahren bieten sehr gute Erfolgsaussichten, da es an einer rechtswirksamen Willenserklärung zur Kreditaufnahme fehlt. Betrugsopfer befinden sich oft in einer emotional belastenden Situation. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen – weder von den Tätern noch von einer Bank, die auf Rückzahlung besteht. Holen Sie sich frühzeitig professionelle Unterstützung.
RA Corinna D. Ruppel (LL.M.) berät und begleitet Sie im Bankrecht, im Erbrecht und im Kapitalmarktrecht. Rechtsanwältin Ruppel ist Spezialistin im Prüfen, Durchsetzen und Abwehren von Forderungen. Seit 2013 ist Frau Ruppel Inhaberin der Kanzlei CDR Legal und hat bereits über 9.000 Erstberatungen erteilt und mehr als 2.000 Mandanten vertreten.
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