LeaseTrend AG fordert Auseinandersetzungsguthaben ein

Anleger sollen nach Kündigung zahlen

Die Anleger der LeaseTrend AG erhielten kurz vor Weihnachten ein unerfreuliches Schreiben des Unternehmens aus Oberhaching: Die Kündigung ihrer Beteiligung. Darüber hinaus sollen die Betroffenen nun auch noch zahlen. Warum diese unbedingt die Forderungsberechnung anfordern sollten, erfahren Sie im Folgenden.

Hintergrund der LeaseTrend AG

In den Jahren 2000 bis 2002 beteiligten sich die Anleger der LeaseTrend AG in Form einer atypisch stillen Beteiligung am Unternehmen. Die Mindestlaufzeit des Vertrages betrug dabei bis zu 15 Jahre. Die Einlagen konnten als Einmalanlage (Einlageform Classic), als Einmalanlage mit Wiederanlage (Plus) oder als Ratenanlage (Sprint) geleistet werden. Im Gegenzug zahlte das Unternehmen gewinnunabhängige Ausschüttungen. Ein Gerichtsvollzieher informierte die Anleger nun jedoch über die Kündigung zum 31. Dezember 2020.

Begründung der Rückforderung

Laut Vertrag ist nach Beendigung der Beteiligung das Beteiligungsverhältnis abzurechnen. Hierfür ermittelt das Unternehmen bestimmte Werte, denen die erhaltenen Zahlungen gegenübergestellt werden. Dieses sogenannte Auseinandersetzungsguthaben kann allerdings auch negativ ausfallen, sodass der Anleger an die LeaseTrend AG zahlen muss.

Dies ist rechtens, wenn das Unternehmen nur Verluste erwirtschaftet hat. Zum Teil erreichen diese Zahlungen die Höhe der gesamten erhaltenen Ausschüttungen der Anleger. Als Begründung der Kündigung gibt die LeaseTrend AG Verluste aus dem Jahr 2018 an. Diese sollen sich weiterhin vermehren, was das Auseinandersetzungsguthaben tiefer ins Negative treiben würde. Deswegen empfiehlt das Unternehmen gleichzeitig in seinem Schreiben, sich an den Rechtsanwalt Hoffmann zu wenden, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Dieser Empfehlung sollten Sie aber auf gar keinen Fall ungeprüft nachgehen.

Handlungsempfehlung im Fall der LeaseTrend AG

Mit der Empfehlung des Schreibens will die LeaseTrend AG sich offensichtlich die zuvor erwähnte Berechnung sparen. Das als entgegenkommend getarnte Angebot des Unternehmens sollten Sie deswegen nicht annehmen. Die geforderten „20% der Ausschüttungshöhe“ finden in einer Argumentation keine Basis. Suchen Sie sich einen unabhängigen Rechtsanwalt des Bank- und Kapitalmarktrechts, um Ihren Fall individuell zu überprüfen.

Da die Rückzahlungsverpflichtung des Anlegers auf die erhaltenen Ausschüttungen begrenzt ist, hat ein höherer Verlust der LeaseTrend AG keine Auswirkungen auf die Rückzahlung. Das Unternehmen versucht die betroffenen Anleger schnell zu einer Zahlung zu bewegen, um die eigene Liquidität zu erhöhen. Im Normalfall müsste es erst den Jahresabschluss von 2020 abwarten und anschließend die Auseinandersetzungsberechnung durchführen. Erst danach kann entschieden werden, ob die Anleger wirklich zahlen müssen.

Fordern Sie die Auseinandersetzungsberechnung an

Ohne die Auseinandersetzungsberechnung besteht keine Verpflichtung seitens des Anlegers, die Forderungen zu zahlen. Sprechen Sie uns gerne an, wir von CDR Legal können Sie in diesem Fall beraten. In einem kostenlosen Erstgespräch bewerten wir Ihre Ausgangslage und besprechen gemeinsam mit Ihnen das weitere Vorgehen. Wir unterstützen Sie bei der Durchsetzung Ihrer Rechte!

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Die Autorin


Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt Sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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