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LeaseTrend AG Insolvenz

Der Insolvenzverwalter der LeaseTrend AG fordert atypisch still beteiligte Anleger zur Ausgleichszahlung des negativen Abfindungsguthabens auf

++ Update 17.1.2022: Aktuelle Neuerungen in dem Insolvenzfall der LeaseTrend AG sind, dass Anleger Mahnbescheide von der Rechtsanwaltskanzlei Jaffé erhalten haben. Wir empfehlen allen Anlegern, die Forderungen anwaltlich prüfen zu lassen und Widerspruch gegen den Mahnbescheid einzulegen++

Anleger haben von der Rechtsanwaltskanzlei Jaffé Rechtsanwälte PartG mbB im Auftrag des Insolvenzverwalters der LeaseTrend AG, Dr. Max Liebig, bereits zuvor ein Schreiben erhalten. Darin werden die atypisch still beteiligten Anteilsinhaber aufgefordert, ein angeblich negatives Abfindungsguthaben auszugleichen, welches aus der Beendigung der stillen Beteiligung resultiert.

In dem ersten Schreiben wurde eine äußerst kurze Frist bis zum 8. Dezember 2021 gesetzt. Darüber hinaus wird mit gerichtlichen Schritten gedroht, falls die angeschriebenen Anleger der Aufforderung nicht nachkommen sollten. Als Alternative wird angeboten, eine Verjährungshemmung abzugeben.

Hintergrund zur LeaseTrend AG

Die Gründung der LeaseTrend AG geht auf das Jahr 1998 zurück. Das Geschäft der Gesellschaft bestand darin, Leasingverträge abzuschließen und den An- sowie Verkauf von Wirtschaftsgütern durchzuführen. Innerhalb der damaligen Platzierungsphase hatten Anleger die Möglichkeit, sich in Form einer atypisch stillen Gesellschaft an dem Unternehmen zu beteiligen. Dies geschah zwischen 2000 und 2002. Die Mindestlaufzeit der atypisch stillen Beteiligung belief sich auf 10 bzw. 15 Jahre

Exkurs: Atypisch stiller Gesellschafter

Die Beteiligung in Form einer atypisch stillen Gesellschaft ist nicht alltäglich. Der Gesellschafter selbst ist in diesem Fall eine Art Eigentümer, sodass er nicht nur am Eigentum, sondern ebenfalls an eventuellen Gewinnen oder Verlusten einen Anteil hat. Sollte es zu einem Verlust kommen, findet eine anteilsmäßigen Zuweisung an den entsprechenden Anteilsinhaber statt.

Es resultiert daraus ein negatives Auseinandersetzungsguthaben. Dieses existiert auch angeblich im Fall der LeaseTrend AG. Daher fordert der Insolvenzverwalter Dr. Max Liebig die Gesellschafter auf, das negative Auseinandersetzungsguthaben auszugleichen.

Insolvenz der LeaseTrend AG

Das Insolvenzverfahren über das Vermögen der LeaseTrend AG wurde am 1. Oktober 2021 unter dem Aktenzeichen 1542 IN 2085/21 eröffnet. Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Max Liebig benannt, der seinerseits für die Jaffé Rechtsanwälte PartmbB Kanzlei tätig ist.

Vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens hatte die Aktiengesellschaft die Beteiligung der atypisch stillen Gesellschafter zum 31. Dezember 2020 gekündigt. In dem Zusammenhang wies die LeaseTrend AG zudem darauf hin, dass die Kontenstände der Anleger negativ seien und daher Ausschüttungen zurückgezahlt werden müssten.

Aktuell: Atypisch still beteiligte Anleger sollen negatives Abfindungsguthaben ausgleichen

In seinem Schreiben wendet sich der Insolvenzverwalter nun mit einer äußerst kurzen Frist an atypisch still beteiligte Anleger. Er fordert diese auf, das angeblich negative Abfindungsguthaben auszugleichen.

Sollten Anleger dieser Aufforderung nicht nachkommen, wird alternativ angeboten, eine beiliegende Verjährungshemmung zu unterschreiben. Sollte auch dies nicht geschehen, wird im Schreiben mit rechtlichen Schritten gedroht.

Bewertung der Forderung des Insolvenzverwalters

Bei der Bewertung der Forderung seitens des Insolvenzverwalters geht es in erster Linie darum, Folgendes zu beurteilen: Besteht aufgrund der atypisch stillen Beteiligung tatsächlich das Recht, von den Anteilsinhabern den Ausgleich des negativen Abfindungsguthabens zu fordern? Das ist nämlich lediglich unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Ein Knackpunkt besteht bereits darin, ob das Auseinandersetzungsguthaben korrekt berechnet wurde. Zwar ist die Berechnungsmethode innerhalb des Gesellschaftsvertrages festgelegt, jedoch gibt es diesbezüglich allgemein dennoch häufig strittige Punkte.

Was sollten betroffene Anleger jetzt tun?

Als betroffener Anleger sollten Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Dennoch ist Handeln geboten, da durchaus Zweifel daran bestehen, ob die angemeldeten Ansprüche seitens des Insolvenzverwalters in dem Umfang und generell rechtens sind.

Aus dem Grund ist es empfehlenswert, dass Sie sich Rat bei einer auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierten Anwaltskanzlei wie CDR-Legal einholen. Dort profitieren Sie von einem kostenfreien, telefonischen Erstgespräch. Während des Gesprächs haben Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Ihre Situation zu schildern.

Die Kanzlei CDR-Legal wird auf Ihren Wunsch hin prüfen, ob die Aufforderung zum Ausgleich des negativen Auseinandersetzungsguthabens nachvollziehbar und rechtlich durchsetzbar ist. Dabei gilt es mehrere Punkte zu überprüfen, wie zum Beispiel die richtige Berechnung des angeblich negativen Auseinandersetzungsguthabens.

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht und Erbrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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Eckdaten

Unternehmen Lease Trend AG
Beteiligung Nachrangdarlehen
Adresse Keltenring 15, 82041 Oberhaching
Rechtsanwalt Boris Hoffmann, Karlsruhe
Insolvenzverwalter Abfindungsguthaben aufgrund Kündigung

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