Sanierung von Unternehmen

Rettung von Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten

Bei wirtschaftlichen Problemen eines Unternehmens denken viele Personen direkt an eine Insolvenz oder eine Liquidierung. Dabei stehen viele persönliche Schicksale auf dem Spiel. Eine Sanierung von Unternehmen soll diesen Maßnahmen jedoch zuvor greifen. Es handelt sich dabei um die Wiederherstellung von existenzerhaltenden Gewinnen und gleichzeitig um die Beseitigung dauerhafter Verluste. Anstatt das Unternehmen aufzulösen soll es demnach gerettet werden.

Wann findet eine Sanierung von Unternehmen statt?

Die Sanierung ist keine Prävention einer Krise, sondern eine Maßnahme, die angewandt wird, wenn sich ein Unternehmen bereits in einer wirtschaftlichen Schieflage befindet. Oft wird auch von einer Restrukturierung gesprochen. Das Einverständnis der verschiedenen Gläubiger ist dabei häufig unerlässlich. Denn diese müssen zunächst einen Teilverzicht, bzw. eine Teilzahlung und Stundungsvereinbarungen akzeptieren.

Sanierungsgründe

Eine Sanierung greift, wenn die Existenz eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter bedroht ist. Gründe hierfür können zum Beispiel die dauerhafte Erwirtschaftung von Verlusten sein. Schließlich führen diese wiederum zu Überschuldungen und/oder Zahlungsunfähigkeiten. Zunächst ist es das Ziel, die Quellen der Verluste ausfindig zu machen und sie anschließend durch verschiedene Sanierungsmaßnahmen zu beseitigen.

Anwendung von Sanierungsmaßnahmen

Die Sanierung von Unternehmen umfasst alle betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und juristischen Maßnahmen, die die Existenzerhaltung des Unternehmens unterstützen.

Klassisch werden zunächst die finanziellen Maßnahmen herangezogen. Dadurch sollen Kapitalquellen erschlossen und abgesichert werden. Hierzu zählen unter anderem der Verkauf von Gütern oder sogar Unternehmensteilen, sowie die Suche nach neuen Fremdfinanzierungen.

Auch organisatorische Sanierungsmaßnahmen sind von großer Bedeutung. Oft genügt schon eine umfassende Optimierung von internen Prozessen, um Verluste zu vermeiden. Hier steht vor allem die Führungskultur des Unternehmens im Fokus.

Eine weitere Möglichkeit ist die Sanierung des Portfolios, also der Unternehmensstrategie. Eventuell können Randprodukte aus dem Sortiment gestrichen werden, sodass sich das Unternehmen wieder vermehrt auf sein Kerngeschäft konzentrieren kann.

Ablauf einer Sanierung von Unternehmen

Zu Beginn führen die Sanierungsberater eine Unternehmensanalyse durch. Bei einer positiven Prognose kann anschließend die passende Sanierung eingeleitet werden. Oft hilft eine Kombination verschiedener Sanierungsmaßnahmen. Die Umsetzung der Maßnahmen allein reicht allerdings nicht aus, um das Unternehmen aus der Krise zu holen. Es handelt sich vielmehr um einen fortführenden Prozess, der über einen gewissen Zeitraum hinweg begleitet werden sollte. Die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens steht somit über mehrere Monate hinweg im Mittelpunkt der Sanierungsmaßnahme.

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen und Unternehmen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Insolvenzrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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