Die Kontoarten – Ein Überblick

Guthabenkonto, Privatkonto, Geschäftskonto, P-Konto, Und- und Oder-Konto – es gibt viele verschiedene Kontoarten, doch wo liegen die Unterschiede? Das Girokonto an sich ist die geläufigste Kontovariante in Deutschland. Nahezu jede Person nutzt dieses Konto, um den Überblick über sein Vermögen zu behalten und es zu verwalten. In diesem Artikel geben wir Ihnen Informationen zu den verschiedenen Arten der Girokonten.

Was ist ein Girokonto?

Die Bezeichnung wird abgeleitet von dem italienischen Wort „giro“, was „Kreis/Umlauf“ bedeutet. Somit liegt es nahe, dass das Girokonto als Tageskonto genutzt wird. Personen aller Berufs- und Altersklassen behalten dank des Girokontos ihre finanzielle Lage im Blick und haben Zugriff auf das Online Banking. Löhne und Gehälter gehen ein, monatliche Fixkosten gehen aus. Die Banken bieten inzwischen viele verschiedene Modelle eines Kontos an. Zum einen sind sie auf die finanzielle Situation und zum anderen auf die jeweilige Personengruppe abgestimmt. Einige Kontoarten möchten wir Ihnen im Folgenden erläutern.

Gehaltskonto und Privatkonto

Gehalts- und Privatkonten sind die am häufigsten genutzten Kontoarten. Einige Banken fordern für sie monatliche Gebühren, andere wiederum bieten sie kostenlos an. Auf das Gehaltskonto geht das regelmäßige Einkommen ein. Einige Modelle der Gehaltskonten sind an eine monatliche Mindesteinzahlungssumme gebunden, damit sie kostenfrei bleiben. Das Privatkonto hingegen wird vorrangig für private Zwecke genutzt, wie in etwa Überweisungen, Abbuchungen oder Einzahlungen. Zudem erlaubt ein Dispokredit einen Überzug des Kontos bis zu einer bestimmten Summe.

Guthabenkonto

Im Gegensatz zu einem Gehalts- oder Privatkonto gibt es bei dem Guthabenkonto keinen Dispokredit. Die Kontoinhaber können lediglich das Geld verwenden, welches sich auf dem Konto befindet. Dieses Modell der Kontoarten wird auch als Basiskonto bezeichnet, da jede Person ein solches Modell wählen kann, um ein Girokonto zu eröffnen. Somit lassen die Banken jene Personen am wirtschaftlichen Leben teilhaben, die in der Vergangenheit mit finanziellen Schwierigkeiten umzugehen hatten.

Und- und Oder-Konto

Neben den Einzelkonten, die nur einer Person gehören, gibt es auch Gemeinschaftskonten als weitere Kontoarten. Diese werden von mehreren Personen geführt, oft handelt es sich dabei um ein gemeinsames Konto eines Ehepaares und sind somit eine Alternative zur Bankvollmacht. Beide Parteien besitzen die gleichen Rechte und Pflichten bezüglich des Kontos. Bei einem Und-Konto können die beiden Personen jedoch Entscheidungen nur gemeinsam treffen. Möchte eine Person Geld auf ein anderes Konto überweisen, benötigt sie die Zustimmung der jeweils anderen Partei. Von Vorteil ist dieses Modell bei Pfändungen. Nur wenn beide Kontoinhaber einem Gläubiger gegenüber verschuldet sind, kann dieser das Geld des Kontos einfordern. Richtet sich die Forderung nur an eine der beiden Personen, bleibt das Vermögen unberührt. Das Oder-Konto hingegen ermöglicht es beiden Kontoinhabern, gleichberechtigt und ohne Zustimmung des anderen über das Vermögen zu verfügen.

P-Konto

Ein Pfändungsschutzkonto bietet dem Kontoinhaber Schutz vor einem möglichen Kontozugriff durch einen Gläubiger. Dadurch werden die monatlichen Lohn oder eventuelle Sozialbeiträge nicht mehr automatisch an den Pfändungsgläubiger überwiesen. Der Vorteil dabei, die Funktionen eines normalen Girokontos auf Guthabenbasis bleiben dieser Kontoart erhalten.

Welche der Kontoarten ist für mich am besten?

Erkundigen Sie sich vor der Eröffnung eines Kontos ausführlich über dessen Vor- und Nachteile. Je nach Ihrem Berufsstand und Ihrer Personengruppe können die Banken Ihnen unterschiedliche Kontoarten anbieten. Sollten Sie Unterstützung bei der Wahl des richtigen Kontos benötigen, melden Sie sich bei uns. Wir beraten Sie gerne!

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt Sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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