Erste Oderfelder (Lombard Classic 3) – Rückforderung der Ausschüttungen

Insolvenzverwalter fordert Rückzahlung der Ausschüttungen

Video Einleitung zum Thema „Insolvenz der Erste Oderfelder“ von Rechtsanwältin Corinna Ruppel

Bereits Mitte des Jahres 2017 musste die Lombard Classic 3 GmbH & Co. KG Insolvenz anmelden. Das Unternehmen ist auch als Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG bekannt. Zu diesem Zeitpunkt stand damit für viele Anleger bereits fest, dass sie ihr investiertes Vermögen zu großen Teilen verloren hatten. Anfang Oktober 2019 forderte nun zusätzlich der Insolvenzverwalter der Gesellschaft die Anleger zur Rückzahlung von Ausschüttungen aus.

Erste Oderfelder (Lombard Classic 3) im Zeitverlauf

Schon ein Jahr vor der Insolvenz war absehbar, dass sich die Geschäfte der Erste Oderfelder (Lombard Classic 3) Beteiligungsgesellschaft schlecht entwickeln. Denn Mitte 2016 erhielten einige Anleger Mahnbescheide, die das Unternehmen durch Rechtsanwälte versenden ließ. In diesen forderten sie die Anleger auf, ausgezahlte Ausschüttungen zurückzuzahlen. Der Grund hierfür seien „ernüchternde“ Ergebnisse bei der Bewertung der einzelnen Pfandgüter gewesen.

Zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens Mitte 2017 meldeten viele Anleger ihre Ansprüche als Gläubiger an. Die Insolvenzmasse konnte jedoch nicht annähernd alle Forderungen befriedigen.

Aktueller Stand der Erste Oderfelder (Lombard Classic 3) Beteiligungsgesellschaft

Unter Berufung auf §§ 129, 134 und 143 InsO fordert der Insolvenzverwalter die Anleger nun zur Rückzahlung der Ausschüttungen auf. In einem Schreiben vom 18.09.2019 informiert er die Anleger über „Scheinauseinandersetzungsguthaben und Scheingewinne“. Danach seien die Ausschüttungen „unentgeltliche Leistungen“ gewesen und der Insolvenzverwalter könne die Ausschüttungen zurückzufordern.

Die Anleger werden dabei zusätzlich noch durch eine sehr kurze Frist unter Druck gesetzt. Schon bis zum 09. Oktober 2019 sollten die Gelder wieder an die Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG überwiesen werden.

Trotzdem sollten sich die Anleger Zeit lassen, den Anspruch des Insolvenzverwalters genau zu prüfen. Denn es ist Aufgabe des Insolvenzverwalters nachzuweisen, dass es sich bei Zahlungen tatsächlich nur um Scheingewinne handelt. Im Übrigen können Anleger sich auf Entreicherung berufen, wenn sie Ausschüttungen wieder ausgegeben haben. Sei es für Reisen oder andere Ausgaben, die sie ohne die Zahlung der Lombard Classic 3 nicht vorgenommen hätten.

Was können Sie als Betroffener tun?

Auf alle Fälle sollten Sie Ihre Ansprüche zur Insolvenztabelle anmelden bzw. sich wehren, sollte der Insolvenzverwalter die Anmeldung bestreiten. Hier unterstützen wir Sie gerne.

Daneben gilt es zu prüfen, ob Sie Schadensersatzansprüche gegenüber ihrem Anlageberater geltend machen können. Dieser muss seine Kunden umfassend und vollständig über eventuelle Risiken der Investition aufklären. Er darf sie nicht runterspielen oder gar verschweigen. So ist der Anleger z.B. auch auf die Möglichkeit des Totalverlusts hinzuweisen.

Lassen Sie sich hierbei von einem Anwalt unterstützen.

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Die Autorin

Corinna Ruppel – Rechtsanwältin für Bankrecht und Kapitalmarktrecht in Rosenheim (Oberbayern)

Corinna Ruppel nutzt ihre Fachexpertise aus ihrer langjährigen Tätigkeit als Kreditspezialistin und Syndikusanwältin, um Privatpersonen in allen Fragen rund um Bank- und Kapitalmarktrecht zu beraten und zu vertreten. Dabei legt Sie besonderen Wert auf Transparenz und eine vertrauensvolle Basis dem Mandanten gegenüber.

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