Geno eG – Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betruges

Nachdem die Geno eG Wohnungsbaugenossenschaft Mitte des Jahres die Insolvenz anmeldete, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt Baden-Württemberg: Gemeinschaftlicher gewerbsmäßiger Betrug, Verdacht auf Untreue und Insolvenzverschleppung stehen in der Anklage. Setzt sich diese durch, könnten die Anleger der Genossenschaft ihr Recht auf einen Schadensersatz durchsetzen.

Schneeballsystem der Geno eG

Die Geno eG warb als Wohnungsbaugenossenschaft neue Immobilieninteressierte durch die niedrigen Einlagen während der Mitgliedschaft. Nach einigen Jahren sollten sie die Möglichkeit bekommen, in eine Immobilie der Genossenschaft zu ziehen; die regelmäßige Einlage wirkte als Form des Mietkaufs und sollte vom Kaufpreis der Immobilie beim Einzug abgezogen werden. Der Kaufpreis stand bereits im Vorhinein fest und der Anleger soll 35 Jahre lang Zeit gehabt haben, diesen zu bezahlen. Schaffte er es nicht, musste er die Immobilie wieder räumen.

Unerlässlich für dieses Konzept war jedoch, dass immer wieder neue Mitglieder geworben wurden. Nur dann konnte die Gesellschaft das Konzept verwirklichen.  Es handelt sich also vermeintlich um ein Schneeballsystem. Neue Teilnehmer investierten in die Genossenschaft, ohne direkt ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erhalten – lediglich der Optionskauf stand in Aussicht. Mit dem Geld hat die Geno eG bereits investierten Genossen der Hauskauf finanziert.

Anleger der Geno eG

Etwa 10.000 Anleger bangen nun um ihre Einlagen, die insgesamt eine Höhe von 30 Millionen Euro betragen. Seit 2002 hat die Genossenschaft lediglich in einem Jahr Gewinne erzielt. Die Gesellschaft hat nur 100 Häuser für die Immobilieninteressenten gebaut. Die Mitglieder könnten sehr hohe oder sogar totale Verluste verbüßen müssen. Die Insolvenzverwalter werden sie wahrscheinlich dazu auffordern, ihren vertraglichen Pflichten nachzukommen und die Einlagen weiterhin zu leisten.

Lesen Sie hier:  P&R Insolvenz - zweite Stellungnahme des Insolvenzverwalters Jaffé

Vorgehen gegen die Falschberatung der Geno eG

Sind Sie von diesem Fall betroffen, holen Sie sich rechtlichen Rat ein. In Einzelfällen besteht die Möglichkeit, Schadensersatzansprüche im Rahmen einer fehlerhaften Anlageberatung geltend zu machen. Wurden die Investitionen ohne entsprechenden Hinweis auf das Risiko empfohlen, können Sie einen Verlust umgehen. Auch ihre Forderungsanmeldung im Insolvenzverfahren sollten Sie nicht verpassen. Dies ist auch noch nach dem Prüfungstermin möglich. Wir von CDR Legal unterstützen Sie dabei, Ihre Rechte zu vertreten. In einem kostenlosen Beratungsgespräch beraten wir Sie gerne über Ihr weiteres Vorgehen.

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